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IBM weiß nichts von Flüchtlingsplan

Bemerode IBM weiß nichts von Flüchtlingsplan

Die Stadt will im nächsten Jahr bis zu 900 Flüchtlinge in Bemerode unterbringen. Die Idee ist, für 17 Millionen Euro Miete sieben Jahre lang zwei Gebäude zu mieten, in denen jetzt der Elektronikkonzern IBM sitzt. Bei IBM hieß es am Freitag, dass man bislang keine Kenntnis von Plänen der Stadtverwaltung habe. 

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Künftig eine Großunterkunft? IBM-Gelände in Bemerode.

Quelle: Dröse

Es wäre nach Messehallen, Deutschem Pavillon, Oststadtkrankenhaus und dem Hotel Maritim das fünfte große Unterkunftsgebäude in Hannover. Das Geschäft ist jedoch auf Hindernisse gestoßen. Ratspolitiker verweigerten vorerst ihre Zustimmung, weil etliche Fragen noch ungeklärt seien. Bei IBM hieß es am Freitag zudem, dass man keine Kenntnis von Plänen der Stadtverwaltung habe. Der Konzern sucht zwar einen neuen Standort in Hannover, sodass die Gebäude in Bemerode frei werden, hat für die Büros im Stadtteil jedoch noch einen Mietvertrag bis Mitte 2017.

Der Stand der Gespräche ist nach Informationen der HAZ derzeit dieser: Ein hannoversches Bauunternehmen will beide Bürogebäude von einem Investor kaufen, der die Flächen derzeit an IBM vermietet hat. Der Kontrakt soll nahezu ausverhandelt sein, das Bauunternehmen den Kaufvertrag jedoch erst unterschreiben, wenn das 17-Millionen-Euro-Geschäft mit der Stadt zustande kommt. Es soll über einen langen Zeitraum sichere Einnahmen garantieren. Später, wenn die Gebäude nicht mehr für Flüchtlinge benötigt würden, sollen auf dem Gelände und drumherum Wohnungen gebaut werden.

Den Beschluss über die Anmietung haben Ratspolitiker jedoch verschoben. Im vertraulich tagenden Verwaltungsausschuss soll die Stadtspitze Fragen zu dem Geschäft nur unzureichend beantwortet haben. Dabei ging es auch darum, warum die Stadt einen Vertrag über sieben Jahre abschließe und welche Chance sie habe, vorzeitig zu kündigen, sollten die Gebäude nicht mehr für Flüchtlinge benötigt werden. Zu vage, kritisierte ein Ratspolitiker, habe Baudezernent Uwe Bodemann geantwortet. „Das war ein einziges Rumgeeiere, die Verwaltung war auf absehbare Fragen extrem schlecht vorbereitet.“ Die Entscheidung wurde auf Januar vertagt, bis dahin sollen offene Fragen geklärt werden.

Bisher beabsichtigt das Baudezernat, bereits im Frühjahr rund 450 Flüchtlinge auf dem IBM-Gelände zu beherbergen, die Rede ist von März. Das wäre möglich, da eines der beiden Bürogebäude leer steht. Schwieriger scheint die Absicht umzusetzen, im Herbst nächsten Jahres weitere 450 Menschen unterzubringen. Diese Möglichkeit gibt es nur eingeschränkt: Falls IBM bis zu diesem Zeitpunkt keinen neuen Unternehmensstandort gefunden hat, würde es mit der Unterbringung von Flüchtlingen nichts werden. Im Konzern hieß es am Freitag, man wolle zwar Mitte 2017 ausziehen, habe mit der Suche nach einem neuen Standort für 550 Mitarbeiter und die Technik aber noch nichteinmal begonnen. IBM-Deutschland beantwortete am Freitag keine Fragen zum Standort.

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