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Besucherrekord

IdeenExpo ein Riesenerfolg

Von Bärbel Hilbig

Die zweite IdeenExpo ist am Sonntag mit einem Besucherrekord und vielen strahlenden Gesichtern zu Ende gegangen. Innerhalb von neun Tagen haben rund 283 000 Kinder, Jugendliche, Lehrer und Eltern die Technikschau auf dem Messegelände besucht. Und meist blieb es nicht beim Zuschauen.
Am Sonnabend sangen Silbermond vor tausenden Fans.

Am Sonnabend sangen Silbermond vor tausenden Fans.

© Nancy Heusel

Kleine Mädchen setzten sich Schweißerbrillen auf und bearbeiteten auf einem Amboss glühendes Metall, andere Schüler übten sich im Aluminiumguss. „Keiner hätte im Traum an eine so hohe Besucherzahl gedacht“, sagte Dietrich Kröncke, Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH. Gerechnet hatten die Veranstalter dieses Mal mit 200. 000 Gästen. Bei der ersten Veranstaltung vor zwei Jahren waren 162. 000 Besucher gekommen, inklusive der Jugendlichen, die einfach nur die Konzerte im Rahmenprogramm hörten.

Dieses Mal wurden die Musikfans extra gezählt: Insgesamt hörten 26 .000 Gäste Clueso und Co. „Nur wenn junge Menschen die Möglichkeit haben, Technik zu begreifen, können sie sich dafür begeistern“, resümierte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff auf der Abschlussveranstaltung. Dieses Ziel sei ganz offensichtlich erreicht worden.

151 Aussteller, darunter 100 Firmen und 20 in einem Wettbewerb der Stiftung Niedersachsenmetall ermittelte Schulen, zeigten 400 Exponate. 28 500 Schüler besuchten Workshops und Experimentalshows. Neu war dieses Jahr ein Familientag am ersten Sonntag mit besonderen Mitmachangeboten für Kinder im Vor- und Grundschulalter. „Das war ein Volltreffer“, sagte Wolfgang Weidemann, Geschäftsführer der IdeenExpo GmbH. Weniger erfolgreich verlief der ebenfalls neu eingeführte Studententag, an dem Kontakte mit Firmen geknüpft werden konnten, aber viele Plätze leer blieben. „Wir wollen deshalb nächstes Mal andere Themen oder eventuell einen Kongress anbieten“, sagte Weidemann.

Doch Kröncke betonte, die Hauptzielgruppe der IdeenExpo seien nicht Studenten, sondern Kinder und Jugendliche vor der Berufs- und Studienwahl. Ob die IdeenExpo 2011 wieder stattfindet, ist noch keineswegs sicher. „Ich gehe aber davon aus, dass wir es trotz der katastrophalen Wirtschaftslage hinbekommen“, sagte Kröncke. Dieses Mal zahlte das Land 2,5 Millionen Euro, die EU zwei Millionen Euro, Niedersachsenmetall und weitere Verbände 1,5 Millionen Euro der insgesamt zehn Millionen Euro Gesamtkosten. Weitere Sponsoren sind RWE, Siemens, Salzgitter AG, Volkswagen, Nord/LB und Deutsche Messe. Kröncke hofft für 2011 zum ersten Mal auf einen Beitrag des Bundes.

Silbermond: Ein Wechselbad der Gefühle

„Ihr habt doch bestimmt heute alle schon euren Kopf angestrengt, dann schaltet ihn doch jetzt einfach mal aus!“ Mit dieser Aufforderung starteten Silbermond und die rund 10 .000 Besucher der IdeenExpo am Sonnabend in einen rockigen Abend auf der Exponale. Zuvor hatte dort die Band Bosse gespielt. Weil keine weiteren Zuschauer eingelassen werden durften, schauten sich 3000 Silbermond-Fans das kostenlose, vom Radiosender N-Joy präsentierte Konzert auf einer großen Videoleinwand auf der Expo-Plaza an.

Frontfrau und Sängerin Stefanie Kloß verstand es, den Vätern mit ihren Kindern auf den Schultern, den Zahnspangen tragenden Teenies und den älteren Paaren ordentlich einzuheizen. Die 24-Jährige, die wie gewohnt Lederjacke, schwarze Fingernägel und große Ohrringe trug, gab zu „Tanz aus der Reihe“ kurzerhand einen Tanzkurs im Schnelldurchgang, ließ sich mal eben von den Händen der Zuschauer zum Bierstand tragen und holte Jugendliche auf die Bühne, um mit ihnen zu singen.

Mit Songs wie „Zeit für Optimisten“ und einer großzügigen Zugabe brachten Schlagzeuger Andreas Nowak, Gitarrist Thomas Stolle und Bassist Johannes Stolle die Zuschauer in Schwung. Aber auch die Gänsehautmomente blieben nicht aus: Bei Balladen wie „Krieger des Lichts“ holten die Besucher reflexartig ihre Feuerzeuge heraus. „Das war toll“, schwärmte die 19-jährige Stephanie Tetzer nach dem Konzert. Ein bisschen weiter träumen konnte sie beim Abschlussfeuerwerk, das den Abendhimmel für mehr als zehn Minuten in buntes Licht tauchte.

von Julia Sellner

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  • Insgesammt gelungen whoknows – 13.09.09
    Bin da gewesen, und das positive überwiegt. Jedoch muss man sich auch bewusst sein, dass die Unternehmen das ganze mehr als Werbeplattform verwenden, dafür das die öffentliche Hand die Hälfte des Budgets beisteuert, dürfte gerne auf etwas mehr Neutralität geachtet werden.

    Dennoch freue ich mich auf 2011.

    Was allerdings für den Bürger kostenfreie Band Auftritte mit dem eigentlichen Ziel zu tun hat erschließt sich mir nicht ganz, zumal meinem Eindruck nach viele gezielt zu den Konzerten kamen und nicht zumindest auch noch die Ausstellung besucht haben.

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