Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Noch mehr Platz für die IdeenExpo

350.000 Besucher erwartet Noch mehr Platz für die IdeenExpo

Es ist ein kleines Jubiläum, das die IdeenExpo in diesem Jahr feiert. Zum fünften Mal soll die Ausstellung, die in diesem Jahr unter dem Motto „High Five mit der Zukunft“ steht, ab Sonnabend jungen Besuchern Lust auf Technik machen. Noch aber wird in den Messehallen vor allem geschraubt, gesägt, gewerkelt.

Voriger Artikel
Wasserstadt-Konflikt schwelt weiter
Nächster Artikel
Studenten entwickeln Rennwagen "eH15"

Die letzten Handgriffe: Der Max Planck Science Tunnel gehört zu den Highlights der Ideen-Expo.

Quelle: Surrey

Hannover. Der Boden der Messehallen ist mit Folie abgeklebt, mit gelben und orangenen Warnwesten bekleidet sorgen derzeit etwa 500 Arbeiter dafür, dass zum Messestart der IdeenExpo am Sonnabend jeder Tisch und jede Videowand am richtigen Platz stehen.

Ein Rundgang über das Gelände der Ideen Expo. Dort wird derzeit alles für die Messe vorbereitet.

Zur Bildergalerie

Die Fläche, um die sie sich kümmern müssen, ist dabei in diesem Jahr sehr viel größer als bei der vergangenen Ausgabe 2013. Damals musste die Haupthalle immer wieder wegen zu großen Besucherandrangs geschlossen werden. „Lange Warteschlangen wollen wir in diesem Jahr vermeiden“, sagt Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Ideen-Expo. Drei Hallen stehen deshalb zur Verfügung. Insgesamt sollen bis zum 12. Juli 650 Exponate auf insgesamt 120.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, zu der auch das Außengelände gehört, gezeigt werden. 14 Millionen Euro Etat standen für die diesjährige Ausgabe der Ideen-Expo zu Verfügung – 2 Millionen mehr als noch vor zwei Jahren.

Mit der Erweiterung sollen laut Schmidt nicht nur die Qualität des Besuchs, sondern auch die Nachhaltigkeit verbessert werden. Ziel der Ausstellung ist es, junge Leute von den sogenannten MINT-Berufen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, zu begeistern. Zum Konzept gehört auch, dass vor allem Auszubildende und Studenten mit den Jugendlichen sprechen und ihre Berufe vorstellen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auch in diesem Jahr auf den Mädchen. „Es ist unser Anliegen zu zeigen, dass Mädchen und MINT kein Widerspruch sein müssen“, sagt Schmidt. Viele junge Frauen seien gerade in diesen Berufen erfolgreich, das müsse man zeigen.

Das "größte Klassenzimmer Deutschlands"

350.000 junge Besucher aus allen Bundesländern erwartet Schmidt in diesem Jahr im „größten Klassenzimmer Deutschlands“. An verschiedenen Ständen können sie sich nicht nur über technische Berufe informieren, sondern sich auch ausprobieren und aktiv mitmachen. Zu den Highlights zählt unter anderem der Max Planck Science Tunnel, der die Besucher die Technikwelt des 21. Jahrhunderts erleben lässt. Auszubildende von Volkswagen wollen einen kompletten Golf mit den Messebesuchern zusammenbauen. Daneben gibt es Wissenschaftsshows mit TV-Moderatoren wie Ranga Yogeshwar sowie Workshops.

Der Eintritt ist kostenlos – auch zu den Open-Air-Konzerten, die auf dem Außengelände stattfinden. Clueso, Bosse, Joris und Marteria werden hier unter anderem zu hören sein.
Für die gute Orientierung auf der Messe sorgt nicht nur eine neue Smartphone-App, mit der die Jugendlichen sich in den verschiedenen Themenbereichen Informationen über die Berufe herunterladen können. Ein zehn Meter großer mit Helium gefüllter Pfeil soll in den Ideen-Expo-Farben in 30 Metern Höhe über der Messe leuchten. „Damit wir man uns von überall her sieht“, sagt Schmidt.

Nachgefragt bei bei Dr. Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Ideen-Expo

Herr Schmidt, obwohl die jungen Leute heute sehr technikaffin aufwachsen, wird immer noch ein Nachwuchsproblem bei technischen Berufen beklagt. Warum?
Der Fachkräftemangel macht sich vor allem bei klassischen Ausbildungsberufen bemerkbar. Bis zum Jahr 2020 werden dort 1,2 Millionen Menschen in Deutschland fehlen. Das hat demografische Gründe, aber auch der Trend zum Studium trägt dazu bei. Mit der Ideen-Expo wollen wir eine Antwort darauf finden und junge Leute wieder für klassische Ausbildungsberufe begeistern.
Gehört zu diesem Plan auch, dass vor allem junge Leute ihre Berufe auf der Messe präsentieren?
Wir wollten damit erreichen, dass die Jugendlichen sich auf Augenhöhe informieren können – und damit Hürden abbauen. Ich tue mich viel leichter, wenn ich mit jemandem in meinem Alter spreche. Das macht das Fach begreifbarer und zeigt den jungen Leuten: Auch ich kann Technik – und sie probieren sich aus.
Technik mit Spaß und Ausprobieren verbinden – sollte das nicht Aufgabe der Schulen sein?
Wir haben mit der Ideen-Expo auch einen didaktischen Auftrag. Wir geben Lehrern einen Fingerzeig, wie man den Unterricht auflockern kann und mit praktischen Beispielen Begeisterung wecken und leichteres Lernen fördern kann. Im Prinzip sind wir eine Erweiterung des klassischen Schulunterrichts.

Von Sabine Gurol

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
MHH auf der IdeenExpo
Rechtsmediziner Professor Knut Albrecht demonstriert IdeenExpo-Aufsichtsrat Volker Schmidt und Gabriele Heinen-Kljajic die Arbeitsabläufe an einem Tatort.

Wenn die IdeenExpo in die fünfte Runde startet, ist ein besonderer Neuzugang dabei – das Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover präsentiert sich vom 4. bis 12. Juli auf dem Messegelände.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Briefwechsel zwischen Hannovers Grundschulen und der Queen

Queen Elizabeth ist eine treue Seele. Seit Jahren schon schreibt die britische Monarchin brav Antwortkarten an hannoversche Schulklassen, die ihr zum Geburtstag gratulieren. Oder: Lässt schreiben. Aber immerhin.