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Aus der Stadt Ideenexpo verspricht Wissenschaft mit Showeffekten
Hannover Aus der Stadt Ideenexpo verspricht Wissenschaft mit Showeffekten
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20:14 31.10.2016
Von Bernd Haase
Die Organisatoren erwarten zur Ideenexpo wieder ein volles Ausstellungsgelände. Quelle: Treblin
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Hannover

Seit ihren Anfängen 2007 findet die Ideenexpo im Zwei-Jahres-Turnus auf dem Messegelände statt und hat sich mächtig gemausert. Waren es bei der Erstauflage rund 160 000 Besucher, durften die Veranstalter zuletzt mehr als doppelt so viele begrüßen. "Das ist schön, aber Zahlenhuberei. Entscheidend ist der Spirit der Veranstaltung", sagte Bernd Busemann am Montagabend bei der Auftaktveranstaltung für die Ideenexpo im Schloss Herrenhausen.

Wenn der Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Ranga Yogeshwar aus Köln nach Hannover kommt, dann ist in neuneinhalb von zehn Fällen die Ideenexpo der Anlass

Die Ideenexpo wendet sich in erster Linie an Schüler der Klassen 8 bis 13, an deren Eltern und an Lehrer. Dahinter steckte von Anfang an eine Idee, die nach Einschätzung des Aufsichtsratsvorsitzenden Volker Schmidt nichts von ihrer Aktualität verloren hat: "Der Fachkräftemangel betrifft mittlerweile auch renommierte Unternehmen." Nun repräsentiert Schmidt im Hauptberuf den Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall, und dem liegt weniger an künftigen Altphilologen, sondern am Nachwuchs in mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Fächern.

Genau diese Stoßrichtung hat die Ideenexpo, an der sich längst alles beteiligt, was in Niedersachsens produzierender Wirtschaft Rang und Namen hat. Nach Angaben von Geschäftsführer Olaf Brandes wird sich die Ausstellerzahl nochmals steigern und bei 250 liegen. Die Ausstellungsfläche selbst hatte man schon bei der vergangenen Auflage vergrößert, nachdem zuvor Hallen wegen des großen Andrangs teilweise gesperrt werden mussten.

Die Technikschau zieht mittlerweile Publikum aus ganz Deutschland - eine vergleichbare Veranstaltung gibt es im gesamten Bundesgebiet nicht. "Wir sind stolz, dass mehr als 90 Prozent der Besucher die Veranstaltung loben", sagt Schmidt. Also besteht kein Grund, am Konzept Grundlegendes zu ändern. Es gibt keinen drögen Vor-Kopf-Unterricht, sondern vor allem Mitmachangebote, witzige Präsentationen und einen Showblock, der speziell auf junges Publikum zugeschnitten ist. Dafür hat man sich als Partner Hannover-Concerts ins Boot geholt. "Ich darf noch keine Details verraten, sondern sage nur: Holla die Waldfee", erklärte Schmidt. Man werde verstärkt Youtube-Stars auf die Bühnen holen, Künstler also, die mit Videos im Internet ein junges Millionenpublikum begeistern und bei Live-Auftritten zum Kreischen bringen.

Zu den Gesamtkosten von 14 Millionen Euro steuert das Land Niedersachsen 4,5 Millionen Euro bei. Angesichts der Bedeutung der Veranstaltung macht es das wohl gerne, denn Ministerpräsident Stephan Weil sprach von einem "Exzellenzbeispiel für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik." Dann blickte er fünfzig Jahre zurück und meinte: "Hätte es damals schon die Ideenexpo gegeben, hätte ich möglicherweise nicht Jura studiert." Möglicherweise wäre er dann nicht Ministerpräsident geworden, sondern hätte sich wie Olaf Lies mit einem Fachbereich begnügen müssen. Der studierte Elektrotechniker ist Wirtschafts- und Verkehrsminister. Naturwissenschaft und Technik ist vieles, aber nicht alles.

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