„Das hätte man sicher machen können“, sagt Ikea-Sprecher Andreas Jantke, der Dienstag einräumte, dass man auf einen derartigen Fall nicht vorbereitet gewesen sei. „Es kann schon einmal passieren, dass für eine halbe Stunde die EDV ausfällt“, sagt er, „aber für einen ganzen Tag, das hat es noch nie gegeben.“ Man werde nun darüber beraten, wie man künftig mit einer solchen Situation umgehen könnte. „Und sicherlich gehört es zu der Strategie, die Kunden im Fall der Fälle besser zu informieren“, sagte der Unternehmenssprecher.
Am vergangenen Sonnabend hatte es bereits einen kurzfristigen Stromausfall gegeben, der die komplexe Kassenanlage ebenfalls für einige Zeit gestört hatte. Hunderte Kunden mussten das Möbelhaus verlassen und konnten erst nach etwa einer Stunde wieder einkaufen. „Da scheint auch die Ursache des Komplettabsturzes am Montag zu liegen“, sagt er. Es sei eine komplexe Sache gewesen, die auch am Dienstag von den Technikern noch nicht abschließend geklärt werden konnte.
Jedenfalls liefen die Systeme wieder rund, und der Betrieb lief normal. Zumindest bis kurz vor 18 Uhr. Dann gab es einen Feueralarm – und das Möbelhaus musste erneut geräumt werden. Eine halbe Stunde später aber stellte die Feuerwehr fest: Es war ein Fehlalarm. Und die Kunden konnten wieder einkaufen.
von Jens Hauschke