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Illegale Absprachen beim geplanten Stromtrassenbau?

Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt Illegale Absprachen beim geplanten Stromtrassenbau?

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen ehemaligen Mitarbeiter des Stromnetzbetreibers Tennet und den Geschäftsführer eines hannoverschen Ingenieursbüros. Die Männer stehen im Verdacht, wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen getroffen zu haben. Die Ermittlungen waren nach einem anonymen Hinweis bei den Behörden in Gang gekommen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Hannover . Der Konzern, der die sogenannte Stromautobahn von Nord- nach Süddeutschland bauen will, hat daraufhin Strafanzeige gegen den Ex-Mitarbeiter erstattet. Die beiden Verdächtigen sollen sich bereits seit Schulzeiten kennen. Nach Angaben von Tennet, war der ehemalige Mitarbeiter mit der „Vergabe von Aufträgen für Netzausbauprojekte betraut“. Das Ingenieurbüro, das sich auf Bodenuntersuchungen und die Begutachtung von Baugrundstücken spezialisiert hat, hatte sich immer wieder um Aufträge bei dem Stromnetzbetreiber beworben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass die beiden Schulfreunde sich in mindestens zwei Fällen im Vorfeld einer Vergabe so abgesprochen haben, dass das Ingenieurbüro das günstigste Angebot abgeben konnte und den Zuschlag bekam.

So soll der Geschäftsführer des Ingeniuersbüros bei Tennet Leistungen in Rechnung gestellt haben, die nie erbracht wurden. Außerdem soll im Zuge der Begutachtungstätigkeiten des geplanten Bauabschnitts Audorf-Hamburg/Nord der Ex-Tennet-Mitarbeiter seinem Schulfreund gesteckt haben, dass die für dieses Projekt geforderten Leistungen geringer seien, als in der öffentlichen Ausschreibung bekannt gegeben wurden. Auf diese Weise konnte der Ingenieuer ein Angebot abgeben, das deutlich unter denen der Konkurrenz lag. Ähnliche Absprachen sollen im Zuge der Baugrundstücksuntersuchungen für den Leitungsneubau in dem Abschnitten Wahle-Mecklar, Ganderkesee- St. Hülfe und der sogenannten Westküstenleitung zwischen den beiden Männern getroffen worden sein.

Nach dem Bekanntwerden der Ermittlungen leitete auch Tennet interne Untersuchungen ein. Dabei stießen die Mitarbeiter des Stromnetzbetreibers auf Hinweise, dass Aufträge manipuliert worden waren.
Unklar ist noch, welchen Vorteil der Ex-Tennet-Mitarbeiter von der im Raum stehenden Bevorzugung seines Schulfreundes gehabt haben soll. Um das zu klären und um weitere Beweise zu finden, durchsuchten Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Büros und Wohnungen der Verdächtigen. „Das dabei sichergestellte Beweismaterial wird derzeit ausgewertet“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Tennet teilte auf Anfrage mit, man wolle zu einem laufenden Verfahren keine Angaben machen. Das betroffene Ingenieurbüro reagierte nicht auf die Anfrage der HAZ.

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