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Aus der Stadt Neues Geschäftszentrum für den Kronsberg?
Hannover Aus der Stadt Neues Geschäftszentrum für den Kronsberg?
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00:17 02.04.2016
Von Andreas Schinkel
Erweiterung der Kronsbergbebauung durch den Bauabschnitt Kronsberg-Süd Quelle: HAZ-Grafik
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Hannover

Auf dem südlichen Kronsberg entsteht Hannovers größtes Neubaugebiet - und die Ratspolitik will mitreden. Den Fraktionsspitzen hat die Planungsgruppe um Stadtbaurat Uwe Bodemann jetzt drei verschiedene Varianten für die Bebauung vorgestellt. Sie unterscheiden sich vor allem nach Form und Straßenführung, weniger nach Bebauungsdichte.

Neues, attraktives Quartier

Die Zahl der möglichen Bewohner schwankt je nach Variante zwischen 4000 und 4800 Menschen. Über Geschosshöhen, Reihen- und Einfamilienhäuser wurde noch nicht gesprochen. Fraktionsübergreifend sind sich die Ratspolitiker einig, dass auf dem südlichen Kronsberg ein neues, attraktives Quartier entsteht. „Das wird den Wohnungsmarkt Hannovers entlasten“, sagt SPD-Bauexperte Ewald Nagel. Zugleich bringen die Ratspolitiker eigene Vorschläge ein.

„An der Stadtbahnhaltestelle Messe Ost sollte ein großes Einzelhandelszentrum entstehen“, sagt Grünen-Baupolitiker Michael Dette. Die Geschäfte könnten sowohl die Neubausiedlung Kronsberg-Süd als auch das Expo-Gelände versorgen. „Vielleicht bleibt noch Platz für eine Art Marktplatz“, sagt Dette.

Wird der Endpunkt der Stadtbahn verlegt?

Sein Kollege von der SPD, Ewald Nagel, stimmt dem Vorschlag zu. „Zudem sollten wir darüber nachdenken, den Endpunkt der Stadtbahn weiter Richtung Süden zum Möbelhaus IKEA zu verlegen“, sagt Nagel. Pläne für eine Stadtbahnverlängerung habe es schon gegeben, sie seien aber wieder in der Schublade verschwunden. Wenn jetzt ein neues Viertel nahe dem Expo-Gelände entstehe, lohne sich ein Blick auf die damaligen Entwürfe. Nagel betont, dass die Siedlung auf dem südlichen Kronsberg eine gewisse Größe benötige. „Sie muss sich selbst tragen“, sagt er.

Auch der CDU-Ratsherr und Bauausschussvorsitzende Dieter Küßner ist von den Plänen angetan. Er plädiert dafür, Häuser mit bis zu sechs Etagen auf dem neuen Baugebiet zuzulassen. „Unter anderem könnten dort Eigentumswohnungen angeboten werden, sodass sich der Wohnungsmarkt in Hannover entspannt“, sagt Küßner. Zudem legt er den Planern ans Herz, Kindertagesstätten, Schulen und Sportplätze nicht zu vergessen. „Der TSV Bemerode platzt aus allen Nähten. Ein Sportplatz im neuen Quartier bringt Entlastung“, sagt der CDU-Politiker.

Expertenrunden sollen Gestalt der Siedlung mitbestimmen

Über die Gestalt der Siedlung sollen nicht nur Planer und Politiker entscheiden. Baurat Bodemann will weitere Expertenrunden um Rat bitten. Sie bestehen aus Vertretern der Wohnungswirtschaft, Architekten und Akteuren aus der nördlichen Kronsberg-Siedlung, etwa den Betreibern des Stadtteilzentrums Krokus. Bürger will Bodemann ebenfalls ins Boot holen, mehrere öffentliche Diskussionen sind geplant. „Planung und Bürgerbeteiligung laufen parallel, dadurch beschleunigt sich das Verfahren“, sagt Bodemann. Bis Mitte des Jahres will die Stadt konkrete Pläne vorlegen, mit Geschosshöhen und Angaben zu Straßenverläufen.

Die Diskussionen über das Baugebiet Kronsberg-Süd finden im Stadtteilzentrum Krokus, Thie 6, statt. Beginn ist am Dienstag, 12. April, Dienstag, 10. Mai, und Dienstag, 14. Juni, jeweils um 18 Uhr.

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