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Aus der Stadt Neues MRT für präzise Diagnosen
Hannover Aus der Stadt Neues MRT für präzise Diagnosen
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20:47 05.09.2017
Anke Wedekind betreut eine Patientin bei der Untersuchung im neuen MRT. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

„Wir wollen den Patienten die Angst vor dem Gerät nehmen“, sagt Jörg Hattingen. Der Chefarzt der Radiologie und Neuroradiologie des Nordstadtkrankenhauses hat gemeinsam mit seinen Kollegen vor wenigen Tagen den neuen Magnetresonanztomografen (MRT) in Betrieb genommen. Nach Angaben des Regionsklinikums ist er das leistungsfähigste Gerät in der ganzen Region. Die neue Anlage hat eine wesentlich höhere Auflösung als ihre Vorgängerin und macht deshalb bessere Bilder aus dem Körperinneren, die präzisere Diagnosen ermöglichen.

Ärzte können nun beispielsweise zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen im Gehirn unterscheiden. „Dadurch können wir unnötige Operationen vermeiden“, berichtet Hattingen. Der neue MRT sei ein deutlicher Sprung nach vorn. Vor allem für das Nordstadtkrankenhaus, in dem die Behandlung des Kopfes einer der Schwerpunkte sei, ergäben sich zahlreiche neue Untersuchungsmöglichkeiten.

Hattingen nennt noch zwei weitere Vorteile des neuen Geräts: Die Strahlenbelastung ist deutlich geringer als bisher, und die Untersuchungszeit verkürzt sich. Die Herstellung von präzisen Schnittbildern des Kopfes dauert 15 bis 20 Minuten, für die Wirbelsäule veranschlagen die Ärzte etwa eine Dreiviertelstunde.

Den Schrecken von älteren MRT, in deren engen, dunklen Röhren sich Patienten oft sehr unwohl fühlten, verbreitet das neue Gerät im Nordstadtkrankenhaus nicht mehr. Von der Decke leuchtet ein blauer Himmel mit Schönwetterwolken, die Fototapete an der Seitenwand zeigt einen Strand mit Muscheln, und der Patient kann über Spiegel auch beobachten, was die Ärzte hinter der Scheibe machen. Für die neue Anlage wurde der Raum des bisherigen MRT entkernt. „Wegen des stärkeren Magnetfelds des neuen Geräts musste die Kabine komplett erneuert werden“, berichtet Hattingen. Außerdem war eine eigene Kälteversorgung nötig. Zeitgleich wurde unter anderem ein Computertomograf im Schockraum der Notaufnahme installiert.

Matthias Klein

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