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Im Stiftsvorstand herrscht Durcheinander

Stift zum Heiligen Geist Im Stiftsvorstand herrscht Durcheinander

Das Durcheinander in der Führung des von der Schließung bedrohten Altenheims Stift zum Heiligen Geist im Stadtteil Bult wird immer größer. Die für den Montagvormittag geplante Vorstandssitzung war nach einem Eklat geplatzt. Direkt zu Beginn der Sitzung hat Dieter Küßner (CDU) seinen Vorstandsposten vorerst niedergelegt. 

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Das Altenheim Stift zum Heiligen Geist ist von der Schließung bedroht. 

Quelle: Michael Zgoll

Bult. Damit ist der Vorstand ohne Vorsitz und besteht zudem nur noch aus drei statt wie bisher fünf Mitgliedern. Die Sitzung wurde daraufhin abgebrochen. Jetzt soll ein Gespräch der Ratsfraktionsvorsitzenden am nächsten Montag eine Einigung bringen.

Mit seinem vorläufigen Rücktritt hat CDU-Ratsmitglied Küßner eine Drohung aus der vergangenen Woche umgesetzt. Er hatte angekündigt, dass er seinen Posten ruhen lässt, sollte die SPD ihren Vorstandsposten nicht schnell nachbesetzen. Seit dem plötzlichen Tod von Ratsmitglied Martin Hanske vor sechs Wochen ist die SPD nicht mehr im Stiftungsvorstand vertreten. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Kastning hatte angekündigt, ihre Partei werde sich bei der Benennung eines Nachfolgers Zeit lassen.

„Ich lasse meinen Posten ruhen, so lange, bis die SPD eine Person für den Vorstand nachnominiert“, betonte Küßner gestern. Er will erreichen, dass die SPD in eine Entscheidung über die mögliche Schließung des Altenheims eingebunden ist und sich nicht aus der Verantwortung zieht.

Im Vorstand des Stifts sitzen jetzt nur noch zwei Mitarbeiter der Verwaltung sowie die Ratsfrau der Grünen, Silvia Klingenburg-Pülm. „Die Lage ist brisant“, sagte Klingenburg-Pülm gestern. Beim Treffen der Fraktionsvorsitzenden zum Thema Stift müsse eine Entscheidung fallen, wer für die SPD künftig im Stiftungsvorstand mitarbeitet. „Ich bin nicht bereit, als einzige Politikerin eine Entscheidung mitzutragen“, betonte sie. Klingenburg-Pülm sagte auch, dass die SPD vor einer sehr schwierigen Entscheidung stehe, weil Hanske durch seinen Tod eine sehr große Lücke hinterlassen habe.

Am Sonnabend hatten die Bewohner des Stifts von Anwohnern rund 300 Unterschriften für den Erhalt gesammelt. Von Nachbarn des Altenheims ist zu hören, dass sie das traditionsreiche Haus erhalten haben wollen. Die Bewohner des Altenheims seien in der Nachbarschaft integriert.

Wie berichtet, ist das Altenheim von der Schließung bedroht. Der Vorstand hatte beklagt, dass die Einnahmen nicht ausreichten, um die Kosten zu decken. Zudem hat das Stift Arbeitsgerichtsprozesse gegen Mitarbeiter verloren und ist dadurch gezwungen, einigen Mitarbeitern mehr Geld zu zahlen. Der Vorstand will das Altenheim zum 30. Juni kommenden Jahres schließen. Was dann in dem neugotischen Klinkerbau untergebracht wird, ist unklar. Der endgültige Schließungsbeschluss steht noch aus.     

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