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Immer mehr Kinder mit Handicap besuchen Regelschulen

Abfrage der Region Hannover Immer mehr Kinder mit Handicap besuchen Regelschulen

Die Zahl der Schüler mit Handicap, die Regelschulen besuchen, steigt. Das ist das Ergebnis einer Abfrage der Region Hannover. Die begründet das steigende Interesse und die positiven Inklusionszahlen mit der Qualität der Angebote. Vor allem blinde Kinder besuchen immer häufiger Regelschulen.

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Von den insgesamt 6086 behinderten Schülern in Hannover und dem Umland haben im Schuljahr 2015/2016 mehr als 42 Prozent, konkret 2556 Kinder, eine Regelschule besucht.

Quelle: dpa

Hannover. Immer mehr Schüler mit Handicap gehen auf eine Regelschule. Das ist das Ergebnis einer Abfrage der Region Hannover, die nun bereits zum dritten Mal stattgefunden hat. Danach besuchen 42 Prozent der Kinder, die einen besonderen Förderbedarf haben, eine Regelschule - das ist ein Plus von 8,18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Die positiven Inklusionszahlen belegen, dass das Vertrauen in die Qualität der Angebote steigt und Eltern verstärkt diese für ihr Kind auswählen“, sagte Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region Hannover. Die Region ist Trägerin von derzeit 16 Förderschulen.

Seit dem Schuljahr 2013/2014 haben Eltern in Niedersachsen das Wahlrecht, ob sie ihr Kind auf einer Förderschule oder einer Regelschule anmelden. Die Förderschulen für lernschwache Kinder laufen sukzessive aus, alle anderen Förderschulen bleiben bestehen. Die Sprachförderschulen hatten nach massiven Protest von Eltern Bestandsschutz erhalten.

Von den insgesamt 6086 behinderten Schülern in Hannover und dem Umland haben im Schuljahr 2015/2016 mehr als 42 Prozent, konkret 2556 Kinder, eine Regelschule besucht. Im vorangegangenen Schuljahr lag die Quote bei 33 Prozent, im Schuljahr 2013/2014 bei 24 Prozent. Die Inklusionsquote bei Kindern mit Lernschwäche ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 13 Prozent gestiegen.

Auch viele Kinder mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung gehen jetzt verstärkt zur Regelschule (plus 7,94 Prozent), bei geistig behinderten Schülern gab es eine leicht positive Entwicklung (plus 3,92 Prozent), obwohl hier drei Viertel der Kinder weiterhin zur Förderschule gehen. Hier haben Eltern wohl die meisten Bedenken gegen Inklusion. Spitzenreiter ist der Förderschwerpunkt Sehen: 67 Prozent der sehbehinderten oder blinden Kinder werden auf einer Regelschule unterrichtet, im vergangenen Schuljahr waren es noch einmal 8,5 Prozent mehr als zuvor.

Aber auch immer mehr Eltern von Kindern mit anderen Handicaps wählen die Regelschule: Bei Schülern mit Sprachproblemen gab es ein Plus von 7,54 Prozent, bei Kindern mit Hörschwierigkeiten plus 3,48, bei Förderbedarf in körperlicher und motorischer Entwicklung waren es 6,2 Prozent mehr.

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