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Immer mehr Aggressivität in Hannovers Parks

Parkranger in Sorge Immer mehr Aggressivität in Hannovers Parks

Hundehalter wollen ihr Tier nicht anleinen, Trinkergruppen und Drogenabhängige halten sich auf Spielplätzen auf: Hannovers Parkrangern schlägt immer mehr Aggressivität entgegen. Künftig wollen sie nur noch zu zweit auf Streife gehen.

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Niemals allein: Parkranger gehen künftig zu zweit auf Streife – das ist sicherer .

Quelle: Stadt Hannover

Hannover. „Dann sind wir zwar weniger in den Parks präsent, aber es erhöht die Sicherheit meiner Mitarbeiter“, sagt der Leiter der Parkranger, Gøsta Liebelt. Das ist offenbar notwendig: Immer häufiger schlage den Parkrangern Aggressivität entgegen, wenn sie etwa Hundehalter bitten, ihre Vierbeiner anzuleinen, oder Trinkergruppen auffordern, Spielplätze zu verlassen. „Die Polizei schmunzelt, wenn sie hört, dass wir bisher nur allein unterwegs waren“, sagt Liebelt. Im Grunde benötige er insgesamt 17 Kollegen, um mit Doppelstreifen das bisherige Einsatzgebiet abdecken zu können.

Derzeit sehen 10 Parkranger auf den Grünflächen Hannovers nach dem Rechten. Sie kümmern sich unter anderem um 500 Hektar Grünfläche, 150 Hektar Parkanlagen und 400 Spielplätze. Seit 1999 versehen die städtischen Ordnungskräfte ihren Dienst. Sie sollen die Bürger freundlich darauf hinweisen, dass auch im Grünen gewisse Regeln gelten.

„Leider scheint das vielen immer weniger bewusst zu sein“, sagt Liebelt. Mehrere Anzeigen wegen Beleidigung haben die Parkranger bereits aufgegeben. Auch zu Handgreiflichkeiten sei es schon gekommen, berichtet Liebelt. „Was meine Kollegen aus den vergangenen Jahren erzählen, ergibt ein erschreckendes Bild“, sagt er. Eigentlich soll der Auftritt der uniformierten Parkranger deeskalierend wirken. Aber manche Bürger schalten auf stur, wehren sich gegen Anweisungen und wollen ihre Personalien nicht angeben. „Dann schalten wir die Polizei ein“, sagt Liebelt.

Im Falle der Obdachlosenzelte auf Grünflächen müssen die Parkranger sensibel vorgehen. Nicht nur Sprachbarrieren führten zu Missverständnissen, sagt Liebelt. In manchen Kulturkreisen sei es weniger unüblich, im Freien zu nächtigen als hier in Deutschland. „Die Menschen fragen: ,Warum darf ich nicht mein Zelt aufbauen, ich störe doch niemanden?‘.“ Man müsse ihnen deutlich machen, dass das in Parks nicht erlaubt sei. Wie stark der Anstieg der Obdachlosen in Parks tatsächlich ist, lasse sich nicht beziffern, sagt der Leiter der Parkranger. Man führe darüber keine Statistik.

Bezifferbar ist aber eine Zunahme von Alkohol- und Drogenmissbrauch auf Spielplätzen. Haben die Parkranger im Jahr 2013 in 662 Fällen mit solchen „Missnutzern“ zu tun gehabt, sind es in 2014, dem Berichtsjahr, 727 – eine Steigerung um rund 10 Prozent. Die häufigsten Verstöße, die die Parkranger im vergangenen Jahr registrierten, waren falsch geparkte Fahrzeuge und Hunde, die nicht an der Leine geführt wurden.

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