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Aus der Stadt So stark schwanken Immobilienpreise in Hannover
Hannover Aus der Stadt So stark schwanken Immobilienpreise in Hannover
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00:15 12.09.2017
Von Conrad von Meding
Gemeinsam mit dem Immobilienspezialisten Engel & Völkers präsentiert die HAZ seit Kurzem im Internet den Immobilien-Atlas, der die Angaben zur Werthaltigkeit einer Immobilienlage detailliert beschreibt.  Quelle: Villegas (Symbolbild)
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Hannover

Von offizieller Seite gibt es für Hannover zu Werthaltigkeitsangaben einer Immobilienlage nur Stadtteildaten, die jeweils einen Mittelwert abbilden - und damit oft sehr ungenau sind. Gemeinsam mit dem Immobilienspezialisten Engel & Völkers präsentiert die HAZ seit Kurzem im Internet den Immobilien-Atlas, der die Angaben zur Werthaltigkeit einer Immobilienlage deutlich detaillierter beschreibt. Wohnquartiersgenau lässt sich darauf ablesen, ob sich etwa eine gesuchte Mietwohnung oder ein Haus, für das man sich interessiert, in einer eher besseren oder eher schlechteren Wohnlage befindet. Am nächsten Donnerstag stellen wir den Atlas bei einer Veranstaltung im Pressehaus vor.

„Guter Indikator für Lagen“

Mit Hannovers Engel-&Völkers-Chef Sascha Brandes sind wir zu einer markanten Stelle im Stadtgebiet gegangen. Im Bereich von Celler Straße/Wedekindstraße auf der Grenze von Oststadt und List befinden sich einige Wohnblöcke in einem Bereich, der für den Immobilien-Atlas mit seiner Skala von eins (mäßig) bis fünf (sehr gut) mit einer Note von 2,5 bewertet wurde. Wenige Meter dahinter steigt der Wert auf 3,6, zum Eilenriederand hin sogar auf 4,0. „Diese Angaben sind ein guter Indikator für das Gesamtspektrum eines Wohnviertels“, sagt Brandes. Keineswegs dürfe man eine Kauf- oder Mietentscheidung nur auf diese Werte stützen - „aber sie geben gute Anhaltspunkte für eine Einschätzung“.

Die Daten stammen vom schwäbischen Institut für innovatives Bauen (iib). Leiter Peter Hettenbach, der für das HAZ-Forum am kommenden Donnerstag nach Hannover kommt, hat mit seinem Team eine ganze Reihe Struktur- und Sozialdaten zusammengetragen, um eine Qualitätseinschätzung für die Quartiere zu erhalten. Arbeitslosenquote und Einkommensniveau, Gebäudetypen und Baujahre sind einige der Anhaltspunkte, die in dem Atlas zusammengefasst wurden. Aber auch Informationen etwa zum Zustand der Gebäude wurden erhoben, zur Lärmbelastung der Straßen oder zur Nähe von Grüngebieten.

Darf man jetzt die Noten der einzelnen Wohnquartiere wie einen Faktor nutzen, um den Wert einer Einzelimmobilie zu berechnen? „Nein, das geht tatsächlich nicht“, sagt Hettenbach. Allein schon deswegen, weil in einem einzelnen Wohnquartier sehr unterschiedliche Gebäudetypen stehen können.

Schwacke-Liste für Häuser

Hettenbach nennt seinen Atlas eher „eine Schwacke-Liste für Häuser“. Die bekannte Wertliste für Fahrzeuge können man auch nur als Anhaltspunkt bei der Preisschätzung heranziehen, vor einem Kauf sollte man sich besser selbst vom Zustand des Fahrzeugs überzeugen. Das findet auch Immobilienmann Brandes: „Unbedingt sollte man sich vor einer Immobilienentscheidung Sachverstand holen - aber für die Grundinformationen über eine Wohnquartierslage ist das Instrument des Immobilienatlas wirklich sehr gut geeignet.“

Das ist der Immobilien-Atlas

Auf haz.de ist der neue Immobilien-Atlas kostenlos einsehbar und interaktiv nutzbar. Dort können Nutzer die hochauflösende Karte bis auf den eigenen Straßenzug heranzoomen und die Einschätzung des Instituts für innovatives Bauen (iib) zum eigenen Wohnquartier aufrufen. Die Angaben sind aus Datenschutzgründen nicht häusergenau, sondern jeweils für die Wohnquartiere zwischen Straßen gemittelt. So aber erhält man eine ziemlich präzise Einschätzung darüber, ob sich die eigene Immobilie oder die gesuchte Mietwohnung eher in einer gehobenen Wohnlage oder in einer nicht so gefragten Lage befindet. Die Internetadresse der interaktiven Karte lautet www.haz.de/immobilien-atlas.

Am kommenden Donnerstag veranstalten wir gemeinsam mit Engel & Völkers und dem iib ein HAZ-Forum zum Immobilien-Atlas. Dort stehen Experten wie Sascha Brandes (E&V) und Peter Hettenbach (ibb) Rede und Antwort zur Nutzung der Karte. Das HAZ-Forum beginnt um 18.30 Uhr im Pressehaus, August-Madsack-Straße 1, in Kirchrode. Der Eintritt kostet 9 Euro. Anmeldungen sind unter der kostenlosen Servicenummer (0511)12123333 möglich.

Fünf Leser aber können jeweils mit Begleitung kostenlos zu der Veranstaltung kommen. Sie müssen uns an diesem Wochenende eine E-Mail mit Ihrem Namen schreiben an die Adresse team@madsack-agentur.de, unbedingt muss die Betreffzeile der E-Mail lauten: Immo-Atlas. Wir benachrichtigen Sie kurzfristig, ob Sie zu den glücklichen Gewinnern gehören.

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