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Wo wohnt es sich am schönsten?

Immobilienmarkt Hannover Wo wohnt es sich am schönsten?

Ein neuer Immobilienatlas zeigt erstmals im Detail, wo Hannovers teuerste und günstigste Ecken sind. 
Dabei gibt es ein paar Überraschungen. Klar ist aber auch: Immobilien sind überall in der Stadt teurer geworden.

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Nicht jeder Stadtteil hat insgesamt den Ruf, der ihm nachhängt.

Quelle: Schaarschmid/Montage

Hannover. Der Sahlkamp kommt in der öffentlichen Beurteilung oft nicht gut weg. Viele hohe Wohnblöcke, soziale Probleme, wenig Grün. Dabei gibt es durchaus schöne Ecken im Stadtteil, wie die Anwohner nicht müde werden zu betonen. Und sie haben recht – das zeigt jetzt auch das unabhängige Institut für Innovatives Bauen (iib) mit seinem Immobilienatlas für Hannover und seine Umlandkommunen. Der zeigt mehr als Miet- und Kaufpreise. Ob ein Haus in einer einfachen Lage steht oder als Topadresse gilt, lässt sich nun genau nachprüfen. Für den Sahlkampf etwa weist Der iib-Atlas „gute Wohnlagen“ aus, etwa im Märchenviertel, und „einfache Lagen“, etwa südlich der Elmstraße. Damit ist der Sahlkamp so bunt gemischt wie die meisten Viertel in Hannover.

Überraschende Ecken:
 Ist es im Waldheim und 
Kleefeld überall schön und teuer, im Sahlkamp und in Hainholz trist und billig? So einfach ist das nicht. Vier Beispiele für große Unterschiede
 in einzelnen Vierteln.

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„Viele verschiedene Daten sind in die Bewertung der Wohnlagen eingeflossen“, sagt Peter Hettenbach, Leiter des iib. Zunächst gehe es darum, die Preise für jedes Wohnquartier zu ermitteln. Dabei erfassen die Statistiker nicht nur die täglichen Angebote auf den Immobilien-Portalen, sondern berücksichtigen auch abgeschlossene Verkäufe. Für einen Stadtteil ergibt sich daraus eine Preisspanne für Eigentumswohnungen und Häuser. Daraus errechnet das iib einen Durchschnittswert für jeden Stadtteil.

Hier geht es zum Immobilienatlas.

Der Immobilienatlas ist nicht nur für Eigentümer interessant, sondern auch für Mieter. Die Karte zeigt Preisspannen und Durchnittsmieten für jedes Viertel. Anhand der Kennzahlen für die Wohnlage lässt sich leicht herausfinden, wo das Pflaster teuer ist und wo die Mieten günstiger sein dürften. „Studenten, die nach Hannover kommen, können sich leichter orientieren bei der Wohnungssuche“, sagt Hettenbach. Als Faustregel gilt für Neu-Hannoveraner: Je weiter entfernt vom Stadtzentrum die Wohnungen liegen, desto günstiger wird es.

„Zudem berücksichtigen wir soziale Daten“, sagt Hettenbach. Die bekomme man von den statistischen Ämtern. Relevant seien unter anderem die Arbeitslosenquote und das Einkommensniveau in einem Quartier. Zudem bestimmen die Immobilienexperten den Wohnwert anhand von Gebäudetypen und Baujahren. Handelt es sich um Villen aus der Gründerzeit oder um Altbau-Geschosswohnungen, um neue Apartments oder Reihenhäuser? Des Weiteren gehen Standortfaktoren in die Bewertung ein, etwa der Zustand der Gebäude, das Straßenbild, Lärmbelästigung und Grünzüge. Und wie ist die Versorgung im Stadtteil mit Schulen, Kitas und Geschäften, wie die Verkehrsanbindung?

„Auch Internet-Kommentare von Kartennutzern berücksichtigen wir“, sagt Hettenbach. Aber da müsse man aufpassen: Manche Hauseigentümer reden ihre Immobilie schön, um eine höhere Bewertung zu bekommen und die Preise hochzutreiben. „In Hannover hat uns jemand nahegelegt, seine Wohnlage nach oben zu korrigieren, weil er neben Altkanzler Schröder wohne“, erzählt Hettenbach. Letztlich prüfe er solche Kommentare sehr genau nach.

„Toplagen“ sind selten

Am Ende kommt das iib zu einer fünfstufigen Bewertungsskala. Von einfachen Wohnlagen (Kennziffer 1 bis 1,59), über mittlere Wohnlagen (1,6 bis 2,59), gute Lagen (2,6 bis 3,59), sehr gute Lagen (3,6 bis 4,59) bis zu den Toplagen (4,6 bis 5). Letztere sind in Hannover selten. Es gibt sie, wenig überraschend, in der südlichen List nahe der Eilenriede, in Kirchrode und im Süden Kleefelds. Am unteren Ende der Skala liegt, leider auch wenig überraschend, der Mühlenberg. Die meisten Viertel in Hannover gliedern sich aber in ganz unterschiedliche Wohngegenden.

„Hannover ist sehr inhomogen, wie alle historisch gewachsenen Städte“, sagt Hettenbach. Daher müsse man sich mit pauschalen Urteilen über Stadtteile zurückhalten. Klar sei aber auch: Überall ist es teurer geworden.     

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