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So hoch waren die Immobilienpreise noch nie

Eigentumswohnungen in Hannover So hoch waren die Immobilienpreise noch nie

Gut für Verkäufer, schlecht für die, die eine Immobilie suchen: Auf dem hannoverschen Immobilienmarkt sind neue Höchststände erreicht. Am Montag haben die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte ihren Marktbericht vorgelegt, der für die Region Hannover neue Höchstmarken beinhaltet - erschreckend hohe Beträge.

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Die steigenden Immobilienpreise beflügeln den Neubau – wie hier im Quartier „Vier“ in der List. Pascal Schmidt und Dana Dehne haben dort als Mieter ein Zuhause gefunden.

Quelle: Surrey

Hannover . Der Gesamt-Finanz­umsatz überschritt erneut eine Milliardengrenze und lag bei 3,257 Milliarden Euro – ein Anstieg von etwa 22 Prozent binnen eines Jahres. Die Zahl der Kaufverträge ist auf über 12 000 angestiegen – so viel wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Besonders im Preis gestiegen sind Eigentumswohnungen und freistehende Häuser.

Der Marktbericht ist die einzige verlässliche Quelle für Immobilienpreise, weil sich darin nicht die Hoffnungen von Verkäufern und Maklern spiegeln, sondern ausschließlich die abgeschlossenen Notarverträge einfließen. Das 260 Seiten starke Werk listet detailliert die Entwicklungen der Preise für Bau- und Ackerland sowie verschiedene Wohnungsformen auf. Die wichtigsten Aspekte:

Ein- und Zweifamilienhäuser: Im vergangenen Jahr wurden regionsweit fast 3800 Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein freistehendes Einfamilienhaus brachte in der Stadt durchschnittlich 335 000 Euro, im Umland 225 000 Euro, wobei die Bandbreiten nach Lage, Baujahr, Größe und Ausstattung stark schwanken. Der Bericht verzeichnet einen Preisanstieg um etwa 5 Prozent in der Stadt und um etwa 2 Prozent im Umland.

Reihen- und Doppelhäuser: In Stadt und Umland sind die Preise relativ gleichmäßig um 3,5 Prozent gestiegen.

Eigentumswohnungen: Insgesamt 4900 Wohnungen wurden verkauft, 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen stiegen in der Stadt innerhalb eines Jahres um 7 Prozent, im Umland um 3,6 Prozent. Bei Baujahren zwischen 2000 und 2012 stieg der Quadratmeterpreis um 330 auf 2500 Euro, bei Baujahren zwischen 1970 und 1984 um 230 auf 1410 Euro pro Quadratmeter. Leicht gesunken sind die Quadratmeterpreise der ab 2013 erbauten Gebrauchtwohnungen – die allerdings mit rund 3500 Euro einen für Hannover ungewöhnlich hohen Stand erreicht haben.

Mehrfamilienhäuser: Die Zahl der verkauften Mehrfamilienhäuser stieg um 5,4 Prozent, die dabei erzielten Erlöse aber kletterten um 26 Prozent.

Grundstücke: Wohnbauflächen für Einfamilienhäuser erzielten im Bereich des Steuerndiebs Quadratmeterpreise von 480 Euro, im Kleefelder Philosophenviertel, Waldheim und Waldhausen wurden 400 Euro gezahlt. Dagegen mussten Käufer in einigen Dörfern nördlich von Hannover nur 30 Euro bezahlen.

Zwangsversteigerungen: Wegen der hohen Nachfrage nach Immobilien ist der niedrigste Stand an Zwangsversteigerungen seit der Jahrtausendwende erreicht – regionsweit kamen nur 163 Immobilien unter den Hammer.

Landwirtschaftliche Flächen: Im vergangenen Jahr gab es erneut einen erheblichen Preisanstieg beim Ackerland – nördlich von Hannover um mehr als 80 Prozent, südlich um mehr als 45 Prozent. Auch Grünlandpreise stiegen um 25 Prozent. Ackerflächen bei Hemmingen/Pattensen erzielen mittlerweile 5,60 Euro pro Quadratmeter, nördlich des Steinhuder Meeres gibt es Flächen für Quadratmeterpreise von 1,40 Euro.

Der Grundstücksmarktbericht ist gebunden für 50 Euro zu haben oder digital für 40 Euro. Mit dem Immobilien-Kalkulator des Landesamts für Geoinformation und Landvermessung lassen sich zudem für 19,90 Euro Preisniveaus für die eigene Immobilie ermitteln. Die Behörde gibt zudem Bodenrichtwertauskünfte unter Telefon (05 11) 3 02 45-475.

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