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Aus der Stadt Droht in Hannovers Westen der Kita-Notstand?
Hannover Aus der Stadt Droht in Hannovers Westen der Kita-Notstand?
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00:16 22.11.2017
Von Saskia Döhner
Zu wenig Platz für Dreijährige: 19 Kinder werden im nächsten Sommer nicht von der Krippe in die Kita wechseln können. Es werden nur fünf Kita-Plätze frei. Überall in Ahlem ist das ähnlich. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Zweimal waren die Eltern schon in der Sprechstunde von Oberbürgermeister Stefan Schostok. Am Montag wollen sie wieder hin. Im Westen der Stadt droht ihrer Ansicht nach ein Kita-Notstand. Weil viele Kinder bis zum nächsten August drei Jahre alt werden und damit von der Krippe in den Kindergarten, aber gleichzeitig von dort deutlich weniger Sechsjährige in die Schule wechseln, fehlen Kitaplätze.

"Uns ist schon im Februar aufgefallen, dass allein aus unserer Einrichtung, der Kita Ahlemer Holz, im nächsten Sommer 24 Kinder von der Krippe in den Kindergarten kommen", sagt Vater Marco Fuhrmann, "aber dort werden nur fünf Plätze frei." Weil die Lage in anderen Kitas genauso sei, habe man sich im März an den Bezirksrat gewandt.

Ende August habe die Stadt mögliche Lösungsmodelle präsentiert: Langfristig könnte man auf dem Gelände des Schulzentrums Ahlem eine Kita errichten, da aber das Grundstück früher zum Asphaltabbau diente, müsse man mit Bergbauschäden rechnen. Es müsse erst der Teilabriss des Grundstückes abgewartet werden. Die Kita Ahlemer Holz könne nur um eine Kita-Gruppe erweitern werde, das würde aus Sicht der Stadt nicht wirklich viel bringen. Aus Sicht der Eltern stellt sich das anders da: "Uns 19 Familien würde das sehr wohl helfen", sagt Fuhrmann.

Eltern: Stadt handelt zu langsam

Möglich sei eine provisorische Kita mit Containern für 100 Kinder auf dem Gelände der Landwirtschaftskammer an der Tegtmeyerallee. Damit dies bis nächsten August noch Realität werde, müssten die Planung aber schleunigst bedingen, mahnen die Elternvertreter an. Bis ein geplanter Kindergarten in der Steinbreite bezugsfertig sei, sei es 2021, und dann kämen die Kinder, die nächsten Sommer in den Kindergarten wechselten, schon in die Schule.

Die Stadt habe das Problem erkannt, sagt Fuhrmann, handle aber zu langsam. Ende August sei man beim OB in der Sprechstunde gewesen, der habe versprochen, sich der Sache persönlich anzunehmen: "Dann haben wir erstmal monatelang nichts mehr gehört", berichtet Fuhrmann. Ende Oktober sei man wieder in der Sprechstunde gewesen. Drei Wochen später kam ein Brief, in  dem darauf verwiesen wurde, dass bis Herbst 2018 eine temporäre Kita an der Tegtmeyeralle entstehen könnte.

"Das nützt den Eltern nichts, die ab August auf einen Platz angewiesen sind", sagt Fuhrmann, "ich kann doch meinem Chef nicht sagen, dass ich in Teilzeit arbeiten oder ein Sabbatjahr nehmen muss, und zwei Monate später sagen, dass ich doch wieder in Vollzeit gehen könnte." Auch der Verweis auf eine neue Kita mit 50 Plätzen, die in Davenstedt ab Februar an den Start geht, sei nicht hilfreich, findet der Vater, denn auch dort mangle es an Plätzen. Die betroffenen Familien würden sich jetzt überall anmelden in der Hoffnung, irgendwo unterzukommen. "Die Eltern werden von Pontius zu Pilatus geschickt, man läuft im Kreis, und es passiert nichts."

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