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Fahrpreise steigen im neuen Jahr

Nahverkehr Fahrpreise steigen im neuen Jahr

Wie seit Jahren gewohnt steigen die Fahrpreise für Busse und Bahnen im Tarifgebiet des Großraum Verkehr Hannover (GVH) wieder mit dem Jahreswechsel. Dieses Mal sind es durchschnittlich 1,9 Prozent.

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Die Kundenzahlen im Nahverkehr der Region steigen kontinurierlich. Die Fahrpreise auch.

Quelle: dpa

Hannover.  Die Fahrpreissteigerungen – diese Bezeichnung benutzt der GVH nicht gern, er sprich lieber von „Anpassungen“ – wirken sich in den einzelnen Fahrscheinkategorien unterschiedlich aus. Für Einzelfahrscheine müssen Kunden in allen drei Tarifzonen vom 1. Januar an jeweils 10 Cent mehr zahlen als bisher. Beim Tagesticket sind es jeweils 20 Cent; bei den Monatskarten im Einzelverkauf je nach Zone zwischen 1,20 Euro und 2,10 Euro. Immerhin gibt es auch Kategorien, in denen sich nichts ändert. So bleiben die Preise für das beliebte Kurzstreckenticket, für Kinder-Einzel- und Kinder-Tages-Tickets sowie die Tarife für Auszubildende stabil.

Neu auf den Markt kommt zum Jahreswechsel die sogenannte SparCard Schüler, die im gesamten Tarifgebiet über alle Zonen hinweg gültig ist und 15 Euro monatlich kostet. Nutzen dürfen sie Schüler und Absolventen des freiwilligen sozalen Jahres. Mit der neuen Netzkarte, die nicht zuletzt auch auf ein Versprechen aus dem Kommunalwahlkampf des vergangenen Jahres zurückgeht, sparen Schüler gegenüber der bisherigen Tarfiversion bis zu 70 Prozent. Deshalb subventioniert die für den Nahverkehr zuständige Region Hannover das rabattierte Angebot mit 5 Millionen Euro Zuschuss im Jahr.

Der GVH begründet die angehobenen Fahrpreise mit entstehenden Mehrkosten vor allem beim Personal. „Hier rechnen die Unternehmen weiterhin mit Kostensteigerungen, die deutlich über der Entwicklung der allgemeinen Lebenshaltungskosten liegen“, heißt es in einer Drucksache der Region. Allerdings verdient der Verkehrsverbund auch zusätzliches Geld. Er kalkuliert für 2018 aus dem Fahrscheinverkauf mit Einnahmen von 273 Millionen Euro und damit mit 5,3 Millionen Euro mehr als zuletzt.

Für bereits erworbene Fahrscheine zu den bisherigen Preisen, die nicht zum sofortigen Fahrtantritt abgestempelt sind, gelten über den 1. Januar hinaus Übergangsregelungen. Einzelfahrscheine bleiben unbegrenzt  nutzbar, Monatskarten bis zu ihrem letzten aufgestempelten Gültigkeitstag.

Eine Umstellung bei den Beförderungsbedingungen betrifft die Nutzer der S-Bahn. In den roten Zügen greift mit dem Jahreswechsel ein Alkoholkonsumverbot. 

So fahren Busse und Bahnen zum Jahreswechsel

Weil der 30. Dezember auf einen Sonnabend fällt, fahren S-Bahnen, Stadtbahnen und Busse in der Nacht zum Silvestertag den üblichen Nachtsternverkehr. In der Silvesternacht fährt die Üstra zunächst nach dem Wochenendfahrplan. Zwischen 20.45 Uhr und 4.45 Uhr in der Neujahrsnacht verkehren die Stadtbahnen auf allen Linien halbstündlich ab Stadtmitte. Eine Besonderheit gilt für die Stadtbahnlinie 5. Sie bedient von 1 Uhr bis 4.30 Uhr zusätzlich die Haltestelle am HCC, um den Besuchern der Stadthalle eine direkte Verbindung in die Innenstadt zu bieten. Bei der S-Bahn und bei der Regiobus gilt am Silvestertag der übliche Sonntagsfahrplan. Die letzten Abfahren der Regiobusse sind für 20 Uhr terminiert. Ausnahme davon sind die Sprinterlinien 300, 500 und 700, die auch nach 20 Uhr noch unterwegs sind. Am Neujahrstag gilt dann generell der Sonntagsfahrplan.

Von Bernd Haase

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