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In München verhafteter Hannoveraner kommt frei

Falscher Zeuge In München verhafteter Hannoveraner kommt frei

Der hannoversche Unternehmer Wolfgang F., der Ende Oktober wegen Anstiftung zur Falschaussage festgenommen wurde, ist wieder frei. Nachdem er vor dem Staatsanwalt in München seine Sicht der Ereignisse geschildert hatte, beantragte dieser die Aufhebung der Haftbefehle für F. und dessen Bekannten, den Millionär Detlef F. 

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Quelle: dpa

München. Trotz der Freilassung, bleibe der Tatverdacht gegen beide aber weiterhin bestehen, sagte Staatsanwalt Florian Weinzierl, Sprecher der Staatsanwaltschaft München I.

Nach Ansicht der Justiz ist Wolfgang F. in den Prozess um eine Körperverletzung auf dem Oktoberfest in München im vergangenen Jahr verstrickt. Er soll seinem Freund Detlef F. geholfen haben, einen falschen Zeugen in den Prozess gegen Detlef F.s Verlobte Melanie M. einzuschleusen, der sie gegen die Zahlung von 200 000 Euro entlastet.

Über seinen Anwalt Professor Michael Nagel ließ Wolfgang F. gestern seine Sicht der Ereignisse erklären. Demnach habe F. seinem Freund helfen wollen. Dieser habe fest an die Aussage seiner Verlobten geglaubt, sie habe den Lastwagenfahrer auf der Wiesn in Notwehr niedergestochen. So habe F. eingewilligt, als Detlef F. ihn bat, einen Mann zu überprüfen, der angeblich als Entlastungszeuge auftreten wolle.

Der Hannoveraner habe sich dazu notiert, was auf dem Fest vorgefallen war, und sich Fotos geben lassen. Am 13. Juni soll er den angeblichen Zeugen in der Schweiz getroffen haben. Für Wolfgang F. hätten die Aussagen des Mannes schlüssig geklungen, seinem Freund habe er ausgerichtet, der Mann sage die Wahrheit. Über Geld sei bei diesem Treffen nicht gesprochen worden. Anfang Juli soll er sich mit dem Zeugen erneut getroffen haben, weil Detlef F. ihn bat, seinen Eindruck zu überprüfen. Wolfgang F. habe sich bestätigt gefühlt – doch am darauffolgenden Verhandlungstag vor dem Münchner Landgericht wurde der Zeuge als Lügner entlarvt.

„Mein Mandant und Herr F. haben in ihrer Hoffnung und Not beide daran geglaubt, dass der Mann die Wahrheit sagt“, sagt Nagel. Sie wollen nun die weiteren Ermittlungen abwarten und zu gegebener Zeit einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens stellen.

Von Isabel Christian

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