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Aus der Stadt In der Region fehlen knapp 20.000 Wohnungen
Hannover Aus der Stadt In der Region fehlen knapp 20.000 Wohnungen
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00:15 01.04.2017
Von Bernd Haase
Besonders beim Geschosswohnungsbau - hier das Gundlach-Projekt „Vier“ in der List - besteht in Hannover und dem Umland erheblicher Nachholbedarf. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Die Region Hannover wächst - und auf dem Wohnungsmarkt wird es zusehends enger: Bis zum Jahr 2025 erwartet die Region laut einer am Dienstag veröffentlichten Prognose rund 38.000 zusätzliche Einwohner. Damit wird die Gesamtbevölkerungszahl erstmals die Marke von 1,2 Millionen überschreiten. Das erhöht den ohnehin schon vorhandenen Druck auf den Wohnungsmarkt.

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„Wir müssen deutlich mehr und vor allem bedarfsgerechte Wohnungen bauen“, sagt Planungsdezernent Axel Priebs. Um die Situation zu entspannen, seien wenigstens 18.300, im Idealfall sogar mehr als 28.000 zusätzliche Wohneinheiten erforderlich. „Die Mindestgröße entspricht einer kleineren Stadt wie Laatzen“, verdeutlicht Priebs. Die Zahlen gelten für die gesamte Region. Erwartet werde aber, dass die Nachfrage im Einzugsgebiet der Stadtbahn und den stadtnahen S-Bahn-Stationen besonders ansteigt - also in Hannover und dem Speckgürtel.

Jährlich 7000 Einwohner mehr

Die Bevölkerungszahl steigt schon seit dem Jahr 2011 um jährlich 7000 Personen. „Das hängt mit dem Ende der Wirtschaftskrise, der Freizügigkeit für Osteuropäer, der Flüchtlingswelle sowie leicht steigenden Geburtenraten zusammen“, sagt Stephan Klecha vom Team Statistik der Region. Die Entwicklung habe dazu geführt, dass die sogenannte Leerstandsreserve fast aufgebraucht sei - es gibt kaum noch freie Wohnungen. „Die angespannte Lage auf dem Markt bekommen nicht mehr nur einkommensschwache Haushalte zu spüren, sondern auch die Bezieher mittlerer Einkommen“, sagt Sozialdezernent Erwin Jordan. Verschärft wird die Situation dadurch, dass der Trend immer stärker Richtung Single- oder Zweipersonenhaushalte geht. Zuletzt sind in der Region aber viel zu wenige Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstanden, die diese Klientel bevorzugt, sondern vorrangig Ein- und Zweifamilienhäuser. „Das Denken beim Wohnungsbau muss sich radikal verändern“, fordert Jordan.

Flächen sind knapp

Der starke Bedarf stößt auf ein bereits jetzt knappes Flächenangebot. „Innenentwicklung ist kaum noch möglich“, sagt Priebs, was bedeutet, dass Städte und Ortschaften auch räumlich wachsen müssen. Trotzdem wolle die Region weiter vorrangig dort Wohngebiete ausweisen, wo Infrastruktur und hierbei vor allem Stadt- oder S-Bahn vorhanden sind. Sie hat das Berliner Fachbüro Empirica mit einem Wohnraumversorgungskonzept beauftragt. Es soll bis Herbst 2018 fertig sein und aufzeigen, was wann und wo gebaut werden wird.

Das Konzept ist auch Voraussetzung dafür, Geld aus der Wohnbauförderung des Landes Niedersachsen zu erhalten. Die Region selbst unterstützt seit 2014 den Bau und die Modernisierung von Mietwohnungen. Den entsprechenden Etat für dieses Jahr hat sie laut Jordan auf 8 Millionen Euro verdoppelt. „Wir würden sogar noch mehr machen, wenn die Nachfrage von Investoren größer wäre“, sagt er.

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