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Obdachlose dokumentieren ihren Alltag in Fotos

Fotoprojekt Obdachlose dokumentieren ihren Alltag in Fotos

In einem Fotoprojekt werden 100 Menschen, die obdachlos sind, ihren Alltag und die Stadt Hannover für acht Wochen dokumentieren. Dafür bekommen sie 100 Einwegkameras mit je 27 Bildern zur Verfügung gestellt. Die besten Bilder werden anschließend im Neuen Rathaus ausgestellt. 

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Udo und Ricarda Niedergerke (v. l.) mit Rainer Müller-Brandes und Harald Härke. 

Quelle: Frank Wilde

Hannover. 100 Menschen, wohnungslose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Männer und Frauen, werden in den nächsten acht Wochen dokumentieren, wie sie die Stadt sehen, Alltag und ihre Umgebung, ihre Freude und Probleme.  Dafür bekommen sie 100 Einwegkameras mit je 27 Bildern zur Verfügung. Eine Jury wird die prägnantesten unter den Fotos auswählen, die dann im November zehn Tage lang im Neuen Rathaus am Trammplatz in einer Ausstellung öffentlich gezeigt werden.

„Wir wollen etwas ausprobieren und die Stadt mit anderen Augen sehen“, sagte Diakonie-Pastor Rainer Müller-Brandes am Freitag bei der Vorstellung des Projektes im Obdachlosen-Laden Mecki. Vielleicht sähen die Fotografen die Stadt in einem anderen Licht als in der Öffentlichkeit beschrieben, den Raschplatz zum Beispiel. Müller-Brandes spielte damit auf Diskussionen über diesen zentralen Platz an, der oft nur als Treffpunkt der Trinker-Szene dargestellt werde. Auch Kulturdezernent Harald Härke vermutet, dass die Bilder „Lebenswelten zeigen, die sonst nicht abgebildet werden“. Dass die Ausstellung „im Zentrum der Kommunalpolitik“ gezeigt wird, betont Härke zufolge die Bedeutung des Projekts. Damit die 100 Teilnehmer sich legitimieren können, wenn sie Fotos machen, bekommen sie einen Anstecker, der sie als „Straßenfotograf“ ausweist.

Die Idee zu dieser Aktion kam Ricarda und Udo Niedergerke, seit langem in der gleichnamigen Stiftung engagiert. „Es ist wichtig, Menschen am Rande der Gesellschaft eine Stimme zu geben“, sagte Ricarda Niedergerke im Mecki. Udo Niedergerke ergänzte, man wolle „auf die schauen, die keine Lobby haben, weder Geld noch Heimat“. Diese Menschen könnten zeigen, wie sie sich selbst sähen.

Wer seine Kamera, gespendet vom Unternehmen Rossmann, zurückgibt, bekommt einen Warengutschein über 40 Euro. Sponsoren werden noch gesucht.

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