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Aus der Stadt Initiativen gegen Südlink-Trasse kooperieren
Hannover Aus der Stadt Initiativen gegen Südlink-Trasse kooperieren
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00:21 25.02.2015
Von Michael Zgoll
14 Anti-Südlink-Initiativen aus der Region Hannover und dem weiteren Niedersachsen haben sich am Wochenende in einem Bündnis zusammengeschlossen. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
Hannover

Zunächst einmal einigten sich die Mitglieder im Burgdorfer Ortsteil Sorgensen auf einen Namen, der nicht gerade kurz geraten ist: „Bündnis von Bürgerinitiativen in Niedersachsen für eine menschen- und umweltverträgliche Energieversorgung“. Zudem verabschiedeten sie Leitlinien für ihre künftige Arbeit.

Eine der Kernforderungen des Bündnisses lautet, Freileitungen und Erdkabel beim Bau der Stromtrasse gesetzlich gleichrangig zu behandeln. Ausgeklammert wurde der Vorschlag einiger Initiativen, den Auf- und Ausbau einer dezentralen Energieerzeugung als Alternative zum Südlink-Projekt und zu den Netzausbauplänen der Bundesregierung zu fordern. Die Mehrheit mochte den Silberstreif einer zunehmend ernsthafteren Debatte über Erdkabel als mögliche Alternative zu 70 Meter hohen Masten nicht durch allzu weit gehende Postulate zum Erlöschen bringen. Für alle Zukunft ausschließen wollten die Teilnehmer ein solches Ansinnen allerdings nicht.

Nach Ansicht des Bündnisses sind die aktuellen Netzausbauprojekte intransparent und stehen den Interessen vieler Bürger entgegen. Auch erscheine die Rechtmäßigkeit der gesetzlichen Grundlagen – etwa des Energieleitungsausbaugesetzes – höchst fragwürdig. Die politischen Entscheidungsträger sollten sich dafür einsetzen, die Notwendigkeit des Netzausbaus durch eine unabhängige Institution überprüfen zu lassen, bevor das formelle Planungsverfahren startet. Dazu passend verlangte das Bündnis einen sofortigen Stopp aller Netzausbau-Planungen und die Offenlegung aller Erhebungen zur Ermittlung des Strombedarfs, zur Umweltverträglichkeit von Leitungen für Mensch und Tier sowie zu alternativen Übertragungstechniken.

Zu den Initiativen, die nun enger zusammenarbeiten wollen, zählen Gruppen aus der östlichen Region wie Burgdorf und Burgwedel – die von der ersten Planungsvariante betroffen wären – sowie aus westlich gelegenen Gemeinden wie Garbsen, Gümmer-Lohnde oder Wennigsen. Auch Südlink-Gegner aus Bad Gandersheim und Kirchlinteln (nahe Verden) gehören zum Kreis. Ausdrücklich ist in den Grundsätzen niedergelegt, dass die Selbstständigkeit der einzelnen Initiativen durch die Mitgliedschaft im Bündnis nicht berührt wird. Gemeinsame Sprecher wurden noch nicht bestimmt – zunächst, so hieß es, müsse die Organisationsstruktur geklärt werden.

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