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Aus der Stadt Integrationslehrer fordern bessere Bezahlung
Hannover Aus der Stadt Integrationslehrer fordern bessere Bezahlung
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00:17 20.02.2016
Der Schlüssel zur Integration: DaF-Sprachlehrer demonstrieren.  Quelle: Michael Thomas
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Hannover

„Wir arbeiten fast alle auf Honorarbasis“, sagte Christian Kusz, die für das im November ins Leben gerufene Aktionsbündnis DaF (Deutsch als Fremdsprache) Hannover spricht. Das bedeute, dass nur der geleistete Unterricht bezahlt werde, in der Regel mit 20 bis 23 Euro pro Stunde. Vorbereitungszeit wird nicht erstattet, bei Krankheit oder Urlaub wird kein Lohn weitergezahlt. „Man kann es sich einfach nicht leisten, krank zu werden“, sagt Kusz. Auch die Kranken-, Pflege und Rentenkassenbeiträge müssten davon bezahlt werden. Viele Lehrer der Integrationsklassen kämen dadurch auf einen Nettohonorar von 5,01 Euro pro Unterrichtsstunde, rechnet Heiko Vollmann vor, Lehrer an einer privaten Sprachschule in Hannover. Das entspreche einem Monats-Nettolohn von 1000 bis 1300 Euro.

VHS-Lehrer demonstrieren vor dem Landtag für mehr Geld für Deutschkurse.

Dazu komme die Unsicherheit, berichtet Kusz. Oftmals würden die Verträge bei den Bildungsträgern nur für vier Wochen abgeschlossen. Ob es einen neuen Vertrag gebe, erfahre man wiederum manchmal erst wenige Tage vor Ablauf der alten Vertragslaufzeit, sagt Vollmann.

Die Lehrer fordern eine deutliche Erhöhung der Pauschale, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an die Bildungsträger gezahlt wird. Für die Lehrer müsse am Ende ein Gehalt etwa auf Höhe eines Berufsschullehrers herausspringen. Für Honorarkräfte bedeute das einen Stundensatz von 60 Euro. Außerdem fordern sie bezahlten Urlaub und soziale Absicherung. In die Demonstration vor dem Landtag reihten sich auch einige Flüchtlinge ein, um die Forderung ihrer Lehrer nach besseren Arbeitsbedingungen zu unterstützen.

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