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Aus der Stadt Hier feiert man Weihnachten im Januar
Hannover Aus der Stadt Hier feiert man Weihnachten im Januar
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20:58 16.01.2016
Von Michael Zgoll
Pastorin Henrike Müller (v.l.), Oberbürgermeister Stefan Schostok, Pastor Michel Youssif und Pastor Dirk Stelter beim interkulturellen Weihnachtsfest in Hannover. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Das diesjährige interkulturelle Weihnachtsfest stand unter einem guten Stern, hatte dem hannöverschen Heiligabend 2015 etwas voraus: Rundherum war es festlich weiß. Allerdings führte der intensive Schneefall – und möglicherweise auch die erschwerte Parkplatzsuche – dazu, dass späte Besucher am Samstagnachmittag noch eine halbe Stunde nach Beginn des Gottesdienstes in die Lister Matthäuskirche gestiefelt kamen. Pastor Dirk Stelter hatte viele Teilnehmer aus aller Welt versammelt, die den Gästen in der Wöhlerstraße einen abwechslungsreichen Nachmittag boten.

Die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium wurde als Collage in neun Sprachen – von italienisch über armenisch und arabisch bis zu vietnamesisch – vorgetragen, Pastor Kwabena Afrifa führte in englischer Sprache durch den Gottesdienst, Pastor Michel Youssif hielt die Predigt, und Pastorin Henrike Müller forderte die Gemeinde auf, „O du fröhliche“ in deutsch, französisch oder polnisch zu intonieren: „Suchen Sie sich die Sprache aus, die Ihnen am leichtesten über die Lippen geht.“

Beim interkulturellen Gottesdienst feiern Menschen verschiedenster Nationalitäten und Konfessionen gemeinsam das Weihnachtsfest. Am Sonnabend passierte das in Hannover bereits zum sechsten Mal.

Zum sechsten Mal wurde das interkulturelle Weihnachtsfest in Hannover gefeiert; Gemeinden verschiedener Konfessionen, kirchliche Einrichtungen, Migrantenorganisationen und mehrere Vereine und Gremien waren an der Vorbereitung beteiligt. An einer Talkrunde nahm auch Oberbürgermeister Stefan Schostok teil, der beim Gottesdienst mit anderen Politikern in der ersten Reihe saß – direkt vor dem mit roten und goldfarbenen Sternen und Kugeln prächtig geschmückten Weihnachtsbaum. Später gab es ein Büfett mit internationalen Gerichten sowie Vorführungen von Tanzgruppe, Musikern und Sandmalerin: Gute Unterhaltung für Erwachsene wie für Kinder.

Die Botschaft dieses ganz speziellen Weihnachtsfestes sei vielfältig, sagen die Organisatoren. So könne der christliche Glaube Zugewanderten helfen, mit Hannover und seinen Bewohnern vertraut zu werden. Auch seien solche Feste wichtig, um Menschen unterschiedlicher Konfessionen zusammenzubringen, Vorurteile abzubauen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.

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