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Klimagipfel tagt in Herrenhausen

Internationale Klimakonferenz Klimagipfel tagt in Herrenhausen

Konkret wird Politik immer erst in der Kommune - unter diesem Motto veranstaltet die Bundesregierung zusammen mit dem Land Niedersachsen am 1. und 2. Oktober eine internationale Klimakonferenz im Schloss Herrenhausen. 300 prominente Gäste werden erwartet, unter ihnen die französische Umweltministerin Segolène Royal.

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Prominente Redner: Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel ist Gastgeber des Klimagipfels, zu dem Frankreichs Umweltministerin Segolène Royal erwartet wird.

Quelle: rainer droese

Hannover. Am Ende der Tagung, zu der 300 Teilnehmer sowie prominente Gäste wie die französische Umweltministerin Segolène Royal erwartet werden, soll eine Erklärung stehen. Mit dieser Deklaration will Deutschland zwei Monate später auf dem Weltklimagipfel in Paris Impulse setzen.

Im Fokus der Pariser werden die Verhandlungen der Regierungschefs stehen. Doch gleichzeitig sei eine solche Konferenz, zu der mehr als 10 000 Teilnehmer aus aller Welt erwartet werden, auch ein Jahrmarkt der Ideen, sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel. Länder wie China interessierten sich weniger für Zahlen, sondern eher für konkrete Beispiele, hat Wenzel erfahren - und will deshalb die Positivbeispiele aus Deutschland nach vorne schieben. „Es gibt bei uns zahlreiche Dörfer, die sich auf den Weg gemacht und gezeigt haben, dass man innerhalb weniger Jahre seine Energieversorgung völlig umkrempeln kann“, sagt Wenzel.

Bioenergiedorf Jühnde als positives Beispiel

Ein Beispiel sei das Bioenergiedorf Jühnde südlich von Göttingen, das seinen Strom vollständig aus Biomasse gewinne und deshalb seit Jahren Ziel zahlreicher Delegationen aus dem In- und Ausland sei. Dieses und andere Beispiele aus ganz Deutschland sollen in Hannover präsentiert werden. „Miteinander und voneinander lernen“, sei das Ziel, so Wenzel.

„Der kommunale Klimaschutz ist nicht alles, aber ohne ihn ist alles nichts“, sagte Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Nur die Kommunen hätten einen direkten Kontakt zu den Menschen, könnten sie einbinden und die geeigneten Modelle für die Praxis entwickeln. „Konkret wird es immer vor Ort, anders geht es überhaupt nicht“, betont Flasbarth.

Im Herrenhäuser Programm sind prominente Redner eingeplant: Neben der französischen Umweltministerin werden auch ihre deutsche Amtskollegin Barbara Hendricks, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, der Geschäftsführer des UN-Habitats in Kenia, Joan Clos und Artur Runge-Metzger, der Direktor für Klimastrategie bei der Europäischen Kommission, erwartet. Die Workshops der Konferenz stehen nur geladenen Teilnehmern offen, es gibt aber auch öffentliche Veranstaltungen unter dem Titel Klimanachbarschaften.

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