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„Es ist eine krasse Ehre“

Interview mit Jamie-Lee Kriewitz „Es ist eine krasse Ehre“

Jamie-Lee ist erst 17 Jahre alt und hat schon in der fünften „The Voice of Germany“-Staffel gesiegt. Nun wagt die Bennigserin den nächsten Schritt: Sie will beim Eurovision Song Contest für Deutschland singen. Im Interview verrät sie, wie sie mit dem schnellen Ruhm umgeht.

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Will zum Eurovision Song Contest: Jamie-Lee Kriewitz.

Quelle: dpa

Jamie-Lee Kriewitz ist die große Überraschung und der wohl bekannteste Name unter den zehn Kandidaten für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC). Die Schülerin aus Bennigsen bei Hannover wurde vor knapp einem Monat Siegerin der Castingshow „The Voice of Germany“ der Privatsender ProSieben und Sat.1. Nun geht sie für die öffentlich-rechtliche ARD ins Rennen um den ESC. Die Schule muss deshalb warten, sagte Kriewitz am Dienstag im Interview.

Mit welchen Gefühlen gehen Sie ins Rennen um den Song Contest?
Ich freue mich, dabei sein zu dürfen. Und ich bin gespannt, wie die Fans und das Publikum reagieren. Für mich ist ein solch großer Auftritt etwas Neues. Es ist eine krasse Ehre, für Deutschland zu singen und, wenn es klappt, Deutschland beim Song Contest in Stockholm international vertreten zu dürfen.

Sie haben gerade erst bei „The Voice“ gesiegt. Haben Sie damit gerechnet, so schnell auf die nächste große Bühne zu kommen?
So rasch wieder in eine öffentliche Wettbewerbssituation zu kommen, kam für mich völlig unerwartet. Aber ich bin neugierig und freue mich über diesen Erfolg. „The Voice“ war eine tolle Erfahrung, jetzt geht die Reise eben weiter.

Wie wirkt sich das auf ihr Privatleben aus?
Ich mache jetzt eine schulische Pause und werde das 12. Schuljahr nachholen. Ich konzentriere mich zu 100 Prozent auf die Musik. Das Abitur mache ich dann 2017 und damit ein Jahr später als eigentlich gedacht. Wie es danach weitergeht, muss ich schauen. Ursprünglich wollte ich Koreanistik studieren. Aber die Musik hat inzwischen deutlich an Stellenwert gewonnen.

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Bislang stand der Vorentscheid zum Song Contest unter keinem guten Zeichen. Ist das eine Belastung?
Ich habe natürlich verfolgt, wie das bisher gelaufen ist. Aber ich denke, wir sollten jetzt alle nach vorne schauen und aus dem, was war, keine allzu großen Töne mehr machen. Jetzt geht es um die Musik und um die Künstler, Songs und Songwriter, die dabei sein werden.

2010 siegte mit Lena Meyer-Landrut eine Schülerin aus Hannover beim ESC. Treten Sie nun in Ihre Fußstapfen?
Wir kommen beide aus der gleichen Gegend und ich werde, wenn ich beim Song Contest singen darf, ungefähr das gleiche Alter haben wie Lena damals. Aber wir sind unterschiedliche Persönlichkeiten mit anderer Musik. Mit Lena verbinde ich, dass ich damals das erste Mal in meinem Leben den Song Contest verfolgt habe. Das war schon eine tolle Sache, wie sie das damals gerockt hat.

Und was wünschen Sie sich für den Song Contest?
Ich wünsche mir einen extremen Auftritt. Ich werde ab jetzt mit den Fantas und meinem Team die Performance vorbereiten. Neben der Musik will ich vor allem der Mode die Bühne bereiten. Es wird auf jeden Fall schrille Manga-Outfits geben! Ich will damit zeigen, dass Deutschland nicht langweilig, sondern bunt, kreativ und frisch ist.

Zur Person

Jamie-Lee Kriewitz (17) stammt aus Bennigsen bei Hannover. Sie wurde am 17. Dezember 2015 Siegerin der fünften Staffel der Castingshow „The Voice of Germany“ von ProSieben und Sat.1. Sie machte neben ihrer Stimme mit bunten und schrillen Outfits im Stile japanischer Manga-Comics auf sich aufmerksam. Unterstützt wird sie von den Musikern Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier. Für deren Team war sie bei „The Voice“ angetreten und erfolgreich.

dpa

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