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Ihme-Zentrum: "Inventur der Missstände nötig"

Rathaus-Entscheidung Ihme-Zentrum: "Inventur der Missstände nötig"

Oberbürgermeister Stefan Schostok will am Donnerstag Rückendeckung für seinen Plan, die städtischen Büros aus dem Ihme-Zentrum abzuziehen. Der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum fordert, konstruktive Lösungen für das Problemgebäude zu finden. Auch aus CDU und SPD kommen Bedenken wegen der Auszugspläne.

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Unter Beobachtung: Im Ihme-Zentrum sollen bauliche, technische und eigentumsrechtliche Missstände analysiert werden, fordert der Verein.

Quelle: dpa

Hannover. Der frisch gegründete Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum fordert von der Stadt sogenannte vorbereitende Untersuchungen, um städtebaurechtliche Eingriffe in der Problemimmobilie zu ermöglichen. Möglich wäre es dann, Städtebaufördergeld für Umstrukturierungen zu erhalten oder auch den Haupteigentümer zu Entscheidungen zu zwingen. Derweil gibt es in der CDU Kritik am Plan von Oberbürgermeister Stefan Schostok, die städtischen Büros aus dem Gebäudekomplex abzuziehen. Und auch in Teilen der SPD werden kritische Stimmen laut.

Für diesen Donnerstag, 13.30 Uhr, ist im Rathaus eine Sondersitzung anberaumt, in der Schostok sich in der Kommunalpolitik Rückendeckung für einen Auszug der Stadt aus den Büroetagen des Zentrums holen will. Die Stadt sieht sich vom Investor hingehalten und fordert bis zum Jahresende ein erkennbares Sanierungskonzept, parallel will sie Alternativen für die Unterbringung ihrer im Ihme-Zentrum beschäftigten Mitarbeiter prüfen. Sie ist mit 26 000 Quadratmetern Mietfläche Großmieter. Ihrer eigenen Analyse zufolge führt ein Auszug der Büromieter zu großen Problemen im Gebäude, am Ende drohten massenweise Insolvenzen von Wohnungseigentümern und ein Zwangsabriss wegen Sanierungsstaus.

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Sollte sich die Stadtverwaltung als Büromieterin aus dem Ihme-Zentrum zurückziehen?

„Die Stadtspitze muss Bürger vor Privatinsolvenz schützen“, fordert Katrin Göllinger, CDU-Vorsitzende in Linden-Limmer. Jahrelang habe die Stadt die Probleme im Ihme-Zentrum vor sich hingeschoben, nun werde der Abriss in Erwägung gezogen – das sei „für die zum Teil betagten Eigentümer unzumutbar“. Auch der örtliche SPD-Politiker Ernst Barkhoff fordert von der Stadt Aktivitäten, um die Eigentümer zu schützen. Er schlägt vor, dass die Stadt die Gründung von Bewohnergenossenschaften vorbereitet, sodass Einzelpersonen vor einer Privatinsolvenz geschützt wären. Zudem müsse eine sogenannte Realteilung im Ihme-Zentrum vorbereitet werden: Der „große, unbewegliche Koloss“ müsse in juristische Einzelbestandteile aufgespalten werden, um wieder Attraktivität entwickeln zu können.

Die Zukunft des Ihme-Zentrums bleibt weiter ungewiss.

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Die Idee der Zukunftswerkstatt, in der auch Planer und Politiker organisiert sind, setzt früher an. Sie wollen, dass die Stadt eine „Inventur der Missstände“ auf baulicher, technisher und eigentumsrechtlicher Ebene startet. Diese vorbereitende Untersuchung könne dann dazu führen, das Ihme-Zentrum etwa zum Sanierungsgebiet zu erklären, was Eingriffe erleichtert und Steuergeldhilfen ermöglicht. Die Lösung der Probleme könne aber „nicht in Untergangsszenarien gefunden werden“, schreiben die Planer Karin Kellner und Gerd Runge in ihrer Stellungnahme zu der Abrissvariante.

Die Sitzung im Rathaus ist öffentlich. Bewohner aus dem Ihme-Zentrum wollen protestieren.

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