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Stellungnahme

Investor: Kein Problem am Kröpcke

Von Conrad von Meding

Der Investor, der das Kröpcke-Center zum modernen Geschäfts- und Bürocenter umbaut, hat am Freitag bekannt gegeben, dass es keine Probleme gibt. Damit dementierte er Berichte über nicht bezahlte Rechnungen.
Eine Wunde im Herzen der Stadt: Das Kröpcke-Center ist für den Ausbau der Geschäftsetagen vorbereitet.

Eine Wunde im Herzen der Stadt: Das Kröpcke-Center ist für den Ausbau der Geschäftsetagen vorbereitet.

© Frank Wilde

Holger Wohner, dessen Düsseldorfer Firma Centrum das Kröpcke-Center zum modernen Geschäfts- und Bürocenter umbaut, hat am Freitag dem Bericht über verzögerte Zahlungen und schleppende Auftragsvergabe widersprochen. „Richtig ist, dass alle Rechnungen bisher bezahlt worden sind oder sich im normalen Zahlungsverkehr befinden. Eine einzige Rechnung ist vom Baumanagement noch nicht freigegeben worden“, schreibt Wohner in einer Stellungnahme. Nach HAZ-Informationen gibt es hohe sechsstellige Außenstände, die Auszahlung soll verzögert werden. Mehrere Firmen sollen sich bereits nach Problemen mit dem Bezahlen von Rechnungen Bürgschaften haben ausstellen lassen. Das Management hat nun aber schriftlich zugesichert, dass alle Rechnungen bezahlt werden. Auch die Vermarktung der Handelsflächen gehe voran, hieß es gestern. Für die Ladenflächen im Erdgeschoss gebe es „sechs konkrete Vertragsverhandlungen und weitere acht konkrete Gespräche“.

Hannovers Baudezernent Uwe Bodemann hat sich klar hinter den Projektentwickler gestellt. „Wir haben einen Zeitplan vorgelegt bekommen, der uns nicht daran zweifeln lässt, dass das Bauvorhaben ohne Unterbrechung weiterlaufen kann“, sagte Bodemann am Freitag. Centrum will die nicht mehr zeitgemäße Betonimmobilie im Herzen der Stadt mit einer 200 Millionen Euro teuren Investition zu einem modernen Gebäude umbauen. Die Vorarbeiten im Untergrund sind weitgehend abgeschlossen. Laut Zeitplan hätten jetzt die Arbeiten für den Rohbau beginnen sollen, trotz abgeschlossener Ausschreibung sind sie aber noch nicht vergeben. Gestern verlautete, dass im Inneren für eine verbesserte Lüftungstechnik noch einmal umgeplant werde, das könne zur Zeitverzögerung beitragen.

Offiziell wollte sich keine der am Projekt beteiligten Firmen äußern. Wie berichtet, gilt Wohners Unternehmen dank hoher Eigenkapitalbeträge als zuverlässig, Centrum hat bereits mehrere Immobilienstandorte in Hannovers Innenstadt erfolgreich modernisiert.

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  • Kröpke Umbau Jörg Linnemann – 25.01.10
    Ich wette, die rot-grüne Ratskoalition blamiert sich wieder und wird wegen einer Bauruine im Herzen der Stadt die nächste Kommunalwahl verlieren. Wenn ich schon das Wort "Investor" höre...
  • Um die Ecke gedacht Stier – 16.01.10
    Dass Uwe Bodemann Zweckoptimismus verbreitet, ist verständlich. Allein, mir fehlt der Glaube. Dazu muss man wissen, dass nicht der Business Manager Holger Wohner der Auftraggeber ist, sondern ein Unternehmen aus Luxemburg. Die Geschäftsführer der ARGE Kröpcke Center werden sich mit einer Bauhandwerkersicherung nach § BGB 648a abgesichert haben. Dies ist ein zweischneidiges Instrument. Abgesehen vom Misstrauen gegenüber dem Auftraggeber belastet es permanent die Bauausführung. Wenn alle weiteren Baufirmen und Handwerker darauf zurückgreifen, werden die Banken kaum mitspielen.

    Die Bauverzögerung beim Rohbau mit Änderungen bei der Lüftungstechnik zu begründen, klingt unglaubwürdig. Für einen versierten Projektmanager sind solche Umplanungen nichts Ungewöhnliches. Die werden im Bauzeitenplan normalerweise locker weggesteckt. Die tatsächlichen Gründe werden woanders liegen. Naheliegend ist die Finanzierung.

    Hoffen wir, dass Business Manager Holger Wohner die Sache in den Griff bekommt. Nach eigenem Bekunden kann sein Unternehmen „um die Ecke denken“.
  • Klar reckless68 – 16.01.10
    Die Finanzierung ist sicher und die Erde eine Scheibe. Zwei unumstößliche Wahrheiten.
  • Wers glaubt ... ? – 16.01.10
    ... wird selig!
  • Alles in Butter DA – 16.01.10
    Ist doch alles in Butter!
    Wär ja auch kaum zu glauben gewesen, dass wir eine weitere Ruine hätten ertragen müssen.
    Bleibt zu hoffen, dass der Umbau dann auch späer für den Turm weiter geht, sonst bliebe es ein Schandfleck!

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