Immerhin: Oberbürgermeister Stephan Weil teilte mit, dass er über die Gründe der Verzögerung Bescheid wisse und er bislang keinen Anlass zur Sorge sehe. Man habe ihn auf „interne Umplanungen“ hingewiesen.
Die Rohbauarbeiten für die Erweiterungen der Geschäftsflächen im Kröpcke-Center sind nach HAZ-Informationen noch immer nicht vergeben. Seit Monaten laufen auf der 200-Millionen-Euro-Baustelle in der Stadtmitte nur vorbereitende Kleinarbeiten. Aktuell wird der Einbau der Fahrstühle in die U-Bahnstation vorbereitet. Zur Wochenmitte hat der Investor erstmals die starke Verzögerung bestätigt. Die Arbeiten an der neuen Gebäudespitze am Kröpcke werden sich demnach jetzt bis März 2011 hinziehen – und damit ein zweites Mal das Weihnachtsgeschäft der Innenstadtkaufleute behindern.
Baudezernent Uwe Bodemann betonte am Freitag auf Anfrage, dass die Verzögerung nicht an fehlenden Baugenehmigungen der Stadt liege. „Das gesamte Baurechtsverfahren haben wir in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr abgewickelt – das dürfte Rekord in Deutschland sein und hat im Eilverfahren trotzdem vor Gericht Bestand gehabt“, sagt Bodemann. Er bestätigte, dass dem städtischen Bauamt derzeit zwar „für laufende Änderungen“ Anträge des Investors vorlägen. „Aber das ist normal bei einem Bauprojekt der Größe.“
Über den Grund der Verzögerung will auch der Baudezernent nichts sagen: „Darüber Auskunft zu geben, ist immer Sache des Bauherren.“ Bodemann meint nur: „Wir alle in Hannover sind genauso wie Hauptmieter Peek & Cloppenburg, der Bauherr und natürlich auch die Innenstadthändler daran interessiert, dass es bald weitergeht auf der Baustelle.“ Die Andeutungen des Oberbürgermeisters, dass er sich keine übermäßigen Sorgen mache, werden allgemein als Signal gewertet, dass es keine gravierenden finanziellen Schwierigkeiten gibt, die dem Fortgang der Bauarbeiten entgegen stehen.
Die Düsseldorfer Centrum Grundstücksgesellschaft gilt gemeinhin als solvent. Sie hat in Hannover bereits des ehemalige Brinkmann-Gebäude umgebaut, die zweite H&M-Filiale hergerichtet, das S.Oliver-Haus am einstigen Heutelbeck-Standort gebaut und will in Kürze mit der Modernisierung der Ernst-August-Markthalle beginnen.
Conrad von Meding und Andreas Schinkel
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Kommentare
Alte Bauernregel: Tim – 28.03.10
"Spare in der Zeit so hast du in der Not" Ich würde auch nicht den Auftrag vergeben wenn ich noch nicht eine Mindestmenge an Mietern hätte. Dann wäre eine Insolvenz nach Fertigstellung möglich. Also lieber auf bessere Zeiten warten. Ich bin auch nicht der Meinung das diese Baustelle die Kauflust mindert. Es ist eher das einseitige Angebot der Innenstadt und deren Verkehrsanbindung was zumindest mich davon abhält dort einzukaufen.Zweifelhaft Stier – 27.03.10
Die HAZ am 16. Januar 2010: Hannovers Baudezernent Uwe Bodemann hat sich klar hinter den Projektentwickler gestellt. „Wir haben einen Zeitplan vorgelegt bekommen, der uns nicht daran zweifeln lässt, dass das Bauvorhaben ohne Unterbrechung weiterlaufen kann“, sagte Bodemann am Freitag.Stier am 16. Januar 2010: Dass Uwe Bodemann Zweckoptimismus verbreitet, ist verständlich. Allein, mir fehlt der Glaube.
Die HAZ am 27. März 2010: Baudezernent Uwe Bodemann betonte am Freitag auf Anfrage, dass die Verzögerung nicht an fehlenden Baugenehmigungen der Stadt liege. […] Über den Grund der Verzögerung will auch der Baudezernent nichts sagen.
Ich hoffe, wir müssen nicht an der Kompetenz von Uwe Bodemann zweifeln.
wir warten auf Antworten dd – 27.03.10
vielleicht sollte man mal überlegen, das für den Hauptmieter, auch andere attraktiv Ladenflächen frei stehen, sieh mal Sinn&Lefers, vielleicht könnte das die Uhrsache sein. Für das Ihmezentrum gibt es ja auch so richtig keinen Interessenten, außer Billig textilketten oder riesige Supermärkte,die nun wirklich keiner braucht.Also Herr Weil,wir warten auf eine Antwort. Ein Tipp an Sie, Regeln sie erst mal die Bausünden der Vergangenheit, die Politiker ihrer Partei verbrochen haben, anstatt sich in Zukunftskonzepten zu erproben! wir warten als Bürger auf Lösungen, nicht nur vor den Wahlen.
An die HAZ, seien sie doch mal unbequem, mischen sie sich ein.Ihre Nähe zur SPD bringt den Lesern nichts. Ihre Zeitung ist in den letzten Wochen immer Inhaltsloser geworden.
Ps Taxifahrer – 27.03.10
Danke fuer ihre antwort.dann seien sie doch wenigsten so neutral und loeschen alle kommentare, anstatt an einem punkt, an dem es ihnen nicht mehr passt, die funktion zu deaktivieren.Generell sollten sie als vierte "gewalt" auch die fuenfte respektieren, sprich ihre leser. Aber genauso wie den politikern unangenehme journalisten nicht behagen, haben sie natuerlich keinen spass an kommentaren zu ihren artikeln.
Eigenes blog? Der drang wird groesser, keine angst! Manche artikel leisten ganze arbeit!
Einen schoenen neuen tag!
Unwissenheit Nuss – 27.03.10
@TaxifahrerDen Begriff "Meinungsfreiheit" gibt es auf Internetseiten nicht. Hier hat die Redaktion, bzw. der Verwantwortliche Hausrecht.
Die in unserem Land durchaus vorhandene Meinungsfreiheit erlaubt es Ihnen beispielsweise eine eigene Internetseite zu erstellen und dort über die HAZ zu meckern.
Lieben Gruß
PS:
Ich wäre generell dafür die Kommentarfunktion hier abzuschalten, leider ließt man fast nur unreflektierte und plakative Meinungen, einen Mehrwert für das Portal stellen sie nicht da, im Gegenteil.
Zensur Taxifahrer – 27.03.10
Warum gestatten sie eigentlich hier kommentare,auf anderen artikeln wie zb auf http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Mitte/Taxifahrer-soll-21-Jaehrige-vergewaltigt-haben nicht? Meinungsfreiheit muss mittlerweile wieder "gesteuert" werden, nicht wahr?