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Investoren dürfen 1789 Wohnungen bauen

Städtische Planung Investoren dürfen 1789 Wohnungen bauen

2013 hat der Rat seine Wohnbauinitiative beschlossen: In Hannover soll jedes Jahr Baurecht für durchschnittlich 500 Wohnungen geschaffen werden - durch Erschließung von neuen Baugebieten, aber auch durch Umwandlung etwa von Büroflächen in der Innenstadt. Entstanden sind seitdem sogar mehr Wohnungen.

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Hannover. Stadtbaurat Uwe Bodemann hat jetzt Bilanz gezogen. Danach wurden in drei Jahren die Voraussetzungen für den Bau von 1789 Wohnungen geschaffen - das Ziel ist mehr als erreicht. Von Rot-Grün gab es Lob. Die Opposition kritisiert, dass trotzdem nicht schnell genug gebaut wird, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.

In Hannover war der Wohnungsmarkt schon vor dem Flüchtlingsandrang angespannt. 2012 und 2013 lag die Quote leer stehender Wohnungen zweimal unter der sogenannten Umzugsreserve von 2 Prozent. Der Wert ist ein wichtiger Indikator für Wohnungsknappheit. Noch 2006 betrug die Quote 3,6 Prozent, 2012 und 2013 nur 1,7 und 1,8 Prozent. Deshalb sollte der Neubau angekurbelt werden. Wegen des komplizierten Baurechts, wenn etwa Äcker oder Bürohäuser zu Bauland werden sollen, haben derartige Projekte lange Vorlaufzeit. 2013 hat die Stadt acht Bebauungspläne final geändert, sodass 605 neue Wohnungen entstehen können. Größtes Projekt ist das Studentenwohnheim Am Kläperberg (Nordstadt) mit 309 Wohneinheiten gewesen. Die Projekte am Klagesmarkt (Mitte, 96 Wohnungen) und im Liethfeld (Kronsberg, 30 Wohnungen) sind noch im Bau.

2014 blieb die Planung mit 486 abgeschlossenen Verfahren leicht unter dem Soll, holte das 2015 mit Baurecht für 698 Wohnungen aber deutlich wieder auf - und liegt jetzt über dem selbst gesteckten Ziel. Allein für das 1. Halbjahr 2016 kündigte Sonderplaner Hans-Heiner Schlesier Baurecht für weitere 860 Wohnungen an, darunter die Umwandlungen der Büro­etagen im Bredero-Hochhaus (120 Wohnungen) und das neue Wohnquartier am Annastift in Mittelfeld (380 Wohnungen).

CDU-Ratsherr Felix Blaschzyk lobte zwar das Engagement der Verwaltung, kritisierte aber, dass die Stadt den Investoren zu lange Zeit lasse, um nach Rechtskraft eines neuen Bebauungsplans auch wirklich mit dem Bauen zu beginnen. Am Listholze etwa bestehe seit 2014 Baurecht für 150 Wohnungen, es tue sich aber nichts. Und in Bothfeld (In den Hilligenwöhren) räume die Stadt dem Investor „Baufenster mit zu langen Zeiträumen“ ein - sechs Jahre sind geplant. Auch Ratsherr Wilfried Engelke (FDP) kritisierte: „Vieles wird zu zögerlich angegangen, die Stadt muss mehr Druck machen.“ Stadtbaurat Bodemann konterte, die Opposition betreibe „Miesmacherei“. Hinter jedem Bebauungsplan stecke „konkretes Investoreninteresse“. Bei den Hilligenwöhren habe die CDU selbst die Planung verzögert, weil sie Beratungsbedarf anmeldete.

Gute Nachfrage nach Förderung: Das eigene Wohnungsförderprogramm der Stadt wird offenbar gut nachgefragt. Es soll helfen, die Mieten niedrig zu halten. Für 505 Wohnungen lägen Anträge vor oder seien schon genehmigt. Dabei sollen 258 Wohnungen so gefördert werden, dass Bewohner später die niedrigste Miete bezahlen müssen (5,40 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter). Die mittlere Miete (6,50 Euro) ist für 225 Wohnungen beantragt, die teuerste (7 Euro) nur für 22 Wohnungen.

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