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Aus der Stadt Islamistischer Prediger tritt in Hannover auf
Hannover Aus der Stadt Islamistischer Prediger tritt in Hannover auf
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00:17 29.05.2016
Von Tobias Morchner
Tritt in Hannover auf: Ahmad Abul Baraa. Quelle: Kutter
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Hannover

Am Sonnabend fand zum ersten Mal seit Monaten wieder eine kostenlose Verteilung von Ausgaben des Korans in der Fußgängerzone nahe dem Schillerdenkmal statt. Am Freitagabend ist ein Islam-Seminar mit dem umstrittenen Berliner Prediger Ahmad Abul Baraa in der Moschee des Deutschsprachigen Islamkreises in der Kornstraße geplant. „Uns sind beide Aktionen bekannt“, teilte die Polizeidirektion mit.

Der Islamist Ahmad Abul Baraa wird in den Veröffentlichungen der Verfassungsschützer mehrerer Bundesländer erwähnt. Im jüngsten Bericht des niedersächsischen Inlandsnachrichtendienstes, der am Donnerstag vorgestellt wurde, heißt es unter anderem, derartige Seminare dienten dazu, „den Teilnehmern zu vermitteln, dass die salafistische Interpretation des Islam die einzig wahre sei“. Somit übten diese Seminare einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Teilnehmer im Hinblick auf eine mögliche Radikalisierung aus, heißt es in dem Bericht weiter. In seinen Vorträgen, die er auf der Internetplattform Youtube veröffentlicht, bezeichnet Baraa die USA gerne als die „wahren Terroristen“. Der Deutschsprachige Islamkreis war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Mitglieder des Vereins für Schlagzeilen sorgen. Nach der Messerattacke der 15-jährigen Schülerin Safia S. Anfang Januar auf einen Bundespolizisten im Hauptbahnhof war bekannt geworden, dass die Schülerin die Moschee in der Kornstraße bereits im Alter von sieben Jahren besuchte. Im Internet kursieren Videos von ihr aus dem Gebetshaus mit einem anderen bekannten Prediger der Szene: mit dem Salafisten Pierre Vogel.

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