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Ist Hannover eine altersgerechte Stadt?

Diskussion Ist Hannover eine altersgerechte Stadt?

150 Senioren diskutieren mit den Vorsitzenden aller im Rat vertretenen Parteien über eine altengerechte Stadt. An vielen Stellen in Hannover gibt es Konflikte zwischen Jung und Alt.

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Die Diskussion um eine altersgerechte Stadt geht weiter.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. In Hainholz bahnt sich ein Konflikt zwischen Jung und Alt an: Die städtische Wohnungsgesellschaft GBH will in Abstimmung mit Politik und Verwaltung in der Voltmerstraße eine Kita bauen, weil in dem Stadtteil dringend Betreuungsplätze für unter Dreijährige benötigt werden. Die Hainhölzer Senioren sind davon enttäuscht, weil altengerechte und bezahlbare Wohnungen ebenfalls rar sind. „Hier müsste man mit der GBH reden, ob nicht an anderer Stelle in Hainholz Seniorenwohnungen gebaut werden könnten“, versuchte Lothar Schlieckau, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat, am Dienstag bei einer Podiumsdiskussion zu vermitteln. Zu der Veranstaltung hatte der Seniorenbeirat alle Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien eingeladen, moderiert wurde sie von Volker Goebel, dem Leiter der HAZ-Lokalredaktion. Rund 150 Senioren beteiligten sich an der lebhaften Debatte über eine seniorengerechte Stadt im Vorfeld der Kommunalwahlen.

Das Thema Wohnen bewegt die 129.000 Hannoveraner, die über 60 Jahre alt sind, stärker als alles andere, wie eine Befragung der Stadt ergeben hat: Die meisten wollen zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld alt und dort bei Bedarf auch gepflegt werden. Erst an zweiter Stelle rangiert das Thema Sicherheit, gefolgt von Altersdiskriminierung, barrierefreie Stadt, Bildungs- und Sportangeboten – Themen, über die der Seniorenbeirat unter Vorsitz von Monika Stadtmüller mit den Politikern diskutieren wollte, die aber aus Zeitgründen nur angerissen werden konnten.

„Die Stadt allein kann nicht für seniorengerechte Wohnungen sorgen, sie kann nur Anstöße an die Wohnungswirtschaft geben, auch an die GBH“, erklärte Christine Kastning, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion. Jens Meyburg, Vorsitzender der FDP-Fraktion, warf ein, es sei auch Sache der Politik zu entscheiden, ob freie Grundstücke für den Bau von Büros oder Wohnungen genutzt würden.

Für Fritz Kracke, Seniorendelegierter aus Anderten, sind nicht nur Wohnungen, sondern auch fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten wichtig für ältere Menschen. Er plädierte für die Rückkehr zu Tante-Emma-Läden. Ein Vorschlag, den Oliver Förste, Vorsitzender der Linken, unterstützte. Jens Seidel, CDU-Ratsvorsitzender, schlug vor, die Verwaltung müsse mit den großen Lebensmittelketten bei Neubauten „ernsthafte Gespräche“ über Standorte führen.

Ein Konflikt kristallisierte sich auch beim Thema Sicherheit heraus: Senioren berichteten, dass sie sich vor den Wartenden an den Methadonausgabestellen in der Südstadt und Linden-Süd fürchteten, die sich dort in Gruppen treffen. Hier soll jetzt mit den Kontaktbeamten und den Betroffenen gesprochen werden, um zu einer Lösung zu gelangen.

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