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Ist die Ideenexpo für Schüler wirklich sinnvoll?

Berufsmesse Ist die Ideenexpo für Schüler wirklich sinnvoll?

Die Ideenexpo will Kinder und Jugendliche für Technik und Berufsfelder begeistern. Aber klappt das wirklich? Oder ist die Veranstaltung vielmehr ein netter Rummel mit Robotern und Austellungsstücken? Ein Rundgang.

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Die Ideenexpo will Kinder und Jugendliche für Technik und Berufsfelder begeistern. Aber klappt das wirklich? 

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Es gibt sie tatsächlich, diese besonderen Aha-Momente. Da steht eine Riege Grundschüler staunend vor einer Reihe Roboter-Oberkörper auf der Ideenexpo. Die drei Maschinenwesen haben gerade noch ziemlich gut getanzt. Jetzt bestücken sie kleine Schachteln. Einer legt einen Keks hinein, der nächste eine Visitenkarte, und der dritte malt zwei Buchstaben auf das Kästchen. Dann reicht der Roboter das Geschenk an das erste Kind in der Schlange. Das sagt höflich: „Danke.“

Auf der Schülermesse IdeenExpo können sich Jugendliche über Berufe informieren.

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Mitschülerin Houda bedankt sich nicht, stellt aber eine entscheidende Frage: „Haben die Roboter Augen?“ So beginnt Wissen. Die Achtjährige erfährt von Matthias Fleischer von der Firma Glaub Automation aus Salzgitter, dass die Maschinen mit einer Minikamera in der Handfläche erkennen, wo ihr Kollege das Päckchen hingelegt hat. Houda ist zufrieden. „Die Roboter gefallen mir richtig gut. Sie sind so cool.“

Doch nicht immer treffen die richtigen Gesprächspartner aufeinander. Im riesigen Angebot fällt es den Schülern manchmal einfach schwer, das zu finden, was zu den eigenen Vorkenntnissen passt. Marc Bremer ist eigentlich erklärter Fan der Ideenexpo. „Aber ich merke, dass ich langsam aus dem Alter herauskomme. Vieles ist zu einfach für meinen Geschmack“, konstatiert der 15-Jährige.

Vielleicht hätte er noch ein paar Schritte weitergehen sollen, um einen echten Professor zu treffen. Marcus Bentin, Dekan für Seefahrt und Schiffstechnik an der Hochschule Emden Leer, lässt in einem Becken ein großes Schiffsmodell schwimmen. Gemeinsam mit Siebtklässler Nicolaus Lesniak testet Bentin, was passiert, wenn sie die Säcke im Boot verschieben. Es geht um die optimale Verteilung der Ladung, damit das Schiff stabil im Wasser liegt. Nicolaus macht aufmerksam mit. Viel besser als Physik in der Schule, findet er. Dennoch wird es irgendwann zu kompliziert für den 13-Jährigen. Dabei hätte Prof. Bentin gerne noch mehr erklärt. Er bedauert, dass ältere Schüler nicht den Weg zu ihm finden. „Die Kleineren trauen sich eher heran.“

Das sind die besten Mitmachangebote auf der Ideenexpo.

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Nebenan zeigt das Helmholtz-Zentrum Geesthacht in einer kleinen Kuppel einen spannenden Film über Ozeanforscher, die den Wirbeln im Meer hinterherjagen. Sie wollen verstehen, wie die Strömungen Klima und Algenbildung beeinflussen. Die Besucher sehen den Film bequem im Liegen. „Voll entspannend“, urteilt eine Schülerin danach. Worum es ging? Hmm.

Doch das gehört zur Grundidee der Veranstaltung: Viele Kinder und Jugendliche anlocken, damit manche plötzlich etwas entdecken, das sie neugierig auf Naturwissenschaften macht. Auch die Konzerte sind so ein Köder. „Wir wollen die Hürden senken“, betont Volker Schmidt, Aufsichtsratschef der Ideenexpo. Junge Leute, die etwas früher zum Konzert kommen, schlendern manchmal noch aus Langeweile durch die Hallen, so die Idee. Und dann macht es Klick. Hoffentlich.

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Ist die Ideenexpo geeignet, Mädchen für technische Berufe zu begeistern?

Und dann gibt es noch die Kinder, die auf der Ideenexpo etwas ausprobieren, was sie sich schon lange gewünscht haben. Alessandro Riviera darf in beeindruckender Schutzkleidung Azubi Steven Dosz bei der Firma Aurubis dabei assistieren, Kupfer bei 1160 Grad zu schmelzen und in eine Form zu gießen. „Keine Angst, ich bin bei dir“, versichert Dosz dem Elfjährigen, der das Werkstück ins Wasserbad tunkt. „Ich habe gemerkt, dass das eine harte Arbeit ist. Davor habe ich echt Respekt.“

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