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Ist die O-Tonne für Wertstoffe am Ende?

Neues Verpackungsgesetz Ist die O-Tonne für Wertstoffe am Ende?

Die O-Tonne für Wertstoffe hat offenbar keine Zukunft mehr. Dies wäre eine Konsequenz aus dem neuen Verpackungsgesetz, das aus Sicht des Abfallwirtschaftsbetriebs Aha enttäuschend ausfällt. Durch die neue Regelung rechnet das Unternehmen mit einer sinkenden Bereitschaft zur Mülltrennung. 

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Mit der O-Tonne macht der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha jedes Jahr Verluste.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Die O-Tonne für Wertstoffe hat nun offenbar keine Zukunft mehr. Das wäre eine Konsequenz aus dem neuen Verpackungsgesetz des Bundes. Hinzu kommt: Mit der O-Tonne macht der für Stadt und Umland zuständige Abfallwirtschaftsbetrieb Aha jedes Jahr einen Verlust von 1,5 Millionen Euro - das Geld müssen die Gebührenzahler übernehmen. In der gesamten Region hat Aha 45 000 Tonnen mit dem orangefarbenen Deckel aufgestellt, davon stehen 40 000 im Umland.

Aha: Gesetz ist enttäuschend

Das neue Gesetz fällt aus Sicht von Aha enttäuschend aus. Denn es schreibt nicht die erhoffte gemeinsame Sammlung von Verpackungsabfällen, die in den gelben Sack gehören, mit anderen Wertstoffen fest. Außerdem dient das neue Verpackungsgesetz aus Sicht von Aha nicht dem Umweltschutz. Das Unternehmen rechnet mit einer weiterhin sinkenden Bereitschaft zur Mülltrennung, weil ein Teil der Wertstoffe in den gelben Sack kommt, ein anderer Teil dort aber nicht hinein darf.

Als Konsequenz daraus prüft Aha jetzt den weiteren Umgang mit der O-Tonne. Neben der Abschaffung der Wertstofftonne kommen auch die Beibehaltung der Wertstoffsammlung und die bereits vorgestellte Einführung einer gemeinsamen Abfuhr von Wertstoffen und Verpackungsabfällen infrage. Über die Zukunft der O-Tonne sollen die Politik und die Verbandsversammlung entscheiden, kündigte Aha-Sprecherin Helene Herich an.

Einigung scheint schwer

Trotz des neuen Verpackungsgesetzes hält der Abfallwirtschaftsbetrieb an den Plänen zur Abschaffung der Abfuhr der gelben Säcke in Hannover fest. Aus Gründen der Stadtsauberkeit, wie Aha-Chef Thomas Schwarz argumentiert, sollten der Verpackungsabfall und Wertstoffe wie Altmetall oder alte Plastikschüsseln in eigens dafür vorgesehenen gelben Behältern gesammelt werden.

Wo vor den Häusern wenig Platz für weitere Tonnen ist, möchte Aha gern Großcontainer auf öffentlichen Flächen, wie zum Beispiel am Rand von Plätzen oder auf Grünstreifen aufstellen.

Da das neue Gesetz die gemeinsame Wertstoffsammlung nicht vorschreibt, aber auch nicht verbietet, braucht Aha-Chef Schwarz nun viel Verhandlungsgeschick. Zur Verwirklichung seiner Pläne wäre eine Einigung mit der Landeshauptstadt Hannover über die Standplätze und eine Einigung mit dem Dualen System Deutschlands nötig. Beides scheint derzeit aber sehr schwierig. Im Rathaus ist offenbar die Bereitschaft nicht besonders groß, in Wohnvierteln noch weitere Großcontainer aufzustellen.

Private fürchten Aha-Monopol

Zugleich befürchten private Entsorgungsunternehmen, bei einer gemeinsamen Sammlung von Verpackungsabfällen und Wertstoffen durch Aha könnte der Abfallwirtschaftsbetrieb ein Monopol auf die Wertstoffabfuhr in der Region erreicht haben, das in Zukunft kaum wieder zu durchbrechen wäre.

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