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Aus der Stadt JVA Langenhagen: Weiterer Häftling erstattet Anzeige
Hannover Aus der Stadt JVA Langenhagen: Weiterer Häftling erstattet Anzeige
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00:36 25.03.2018
Bedienstete der Abschiebehaft Langenhagen sollen mehrere Insassen misshandelt und beleidigt haben. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover/Langenhagen

 Im Fall der Misshandlungsvorwürfe innerhalb der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hannover hat nun ein dritter Abschiebehäftling Anzeige gegen Beamte der Außenstelle Langenhagen gestellt. Das teilte sein Anwalt am Donnerstag der HAZ mit. Drei Bediensteten sollen den Mann bereits Mitte Dezember bei der Aufnahme beleidigt und ins Gesicht geschlagen haben. Würde er sich benehmen, gäbe es keine Prügel mehr. Erst vier Tage später sei ihm der Wunsch nach einem Arzt gewährt worden. Der Medizinerin hätten die Beamten dann bei der Visite erzählt, der Häftling habe lediglich einen Schnupfen. Die Ursache für die geschwollene Nase habe sie nicht interessiert. Der Häftling befindet sich mittlerweile in Marokko.

Anfang März hatten zehn Insassen der Abschiebehaft Langenhagen in einem Beschwerdebrief unter anderem von Gewalt ihnen gegenüber berichtet. Sie seien von Bediensteten geschlagen und beleidigt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Übergriffe. Auch das Justizministerium hat die JVA um einen gesonderten Bericht gebeten, nachdem der Flüchtlingsrat Niedersachsen die Behörde am 2. März über die Vorwürfe informiert hatte. JVA-Leiter Matthias Bormann bezeichnet die Vorwürfe als „erstunken und erlogen“. Drei der zehn Beschwerdeführer sind nicht mehr in Deutschland.

Von Peer Hellerling

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