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Aus der Stadt Kunsthandwerker präsentieren ihre Arbeiten im Kestner-Museum
Hannover Aus der Stadt Kunsthandwerker präsentieren ihre Arbeiten im Kestner-Museum
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00:16 07.11.2017
Von Simon Benne
Kunst bei Kestner: Mehr als 40 Kunsthandwerker zeigen ihre Arbeiten im Museum August Kestner. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Sein Handwerk ist uralt. So alt, dass man teils genau hinschauen muss, um die modernen Grabmale und Gartenskulpturen, die der Steinmetz Jan Leichsenring hier präsentiert, von den jahrtausendealten ägyptischen Reliefs gleich daneben zu unterscheiden. „Unsere Arbeiten sind hier perfekt integriert“, sagt der Mitarbeiter der Langenhagener Werkstatt Spiekermann lächelnd.

Es gibt Schmuck, Keramikarbeiten und Holzobjekte: Mehr als 40 Kunsthandwerker zeigen an diesem Wochenende ihre Arbeiten im Museum August Kestner - zwischen Jahrtausende alten Artefakten ihrer Kollegen aus der Antike.

Tatsächlich schlägt das Museum August Kestner, das unter seinem Dach ja 6000 Jahre Kulturgeschichte vereint, an diesem Wochenende einen Bogen in die Gegenwart: Zwischen den antiken Artefakten sind bei der Jahresschau der „Arbeitsgruppe Kunst Handwerk Design Hannover“ ganz zeitgenössische Stücke zu sehen. Insgesamt 42 Aussteller – meist freischaffende Künstler – zeigen bei der Ausstellung ihre Objekte. Zu sehen sind Schmuck und Holzskulpturen, kunstvoll gefertigte Taschen und Mützen, Papierarbeiten, Keramik und Glas. Und in den Vitrinen des Designmuseums liegen neben den Ständen jene Artefakte, die längst verblichene Kollegen der Kunsthandwerker vor langer Zeit geschaffen haben.

Vor 70 Jahren wurde die „Arbeitsgruppe Kunst Handwerk Design“ gegründet, zum dritten Mal ist sie mit der Traditionsausstellung jetzt im Kestner-Museum am Trammplatz zu Gast. Bereits am Sonnabend kamen Hunderte von Besuchern. Die Aussteller sind teils eigens aus München, Kiel oder Berlin angereist: „Eine Jury musste unter den zahlreichen Bewerbern eine Auswahl treffen“, sagt Dora Herrmann, die Vorsitzende des Vereins. Offenkundig gibt es einen Trend zu Unikaten, zu hochwertigen, schönen Designobjekten: „Jedes Stück in dieser Ausstellung hat seine eigene Geschichte“, sagt Dora Herrmann.

Tatsächlich sind viele Besucher bereits Stammkunden: „Ich bin in jedem Jahr hier – und meistens finde ich eine Kleinigkeit“, sagt Rosemarie Griebel, die aus Adelheidsdorf nach Hannover gekommen ist. „Hier finden sich viele kreative Ideen, und die meisten Stücke sind wirklich mit Liebe hergestellt.“ Christel Kluge aus der Südstadt ist zum ersten Mal hier, und sie ist bereits fündig geworden. Bei einer Keramikerin hat sie ein Milchkännchen mit Goldverzierung erstanden: „Herrlich kitschig“, sagt sie lachend. „Mir gefällt’s!“     

Seit einem Jahr gibt es die Kreativschmiede Hafven. Zum Geburtstag hat das Zentrum seine Türen geöffnet - und Besucher dürfen selbst Digitaluhren löten, Poster entwerfen und Software-Start-ups kennenlernen.

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Plakate, Skizzen, Gewänder und mehr – im Fundus des Historischen Museums befinden sich mittlerweile 100 Objekte, für die Bürger Patenschaften übernehmen können. 31 Hannoveraner haben das bereits getan. Durch das Crowdfunding-Projekt sollen sich die Menschen stärker mit dem Museum identifizieren.

Susanna Bauch 04.11.2017