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Aus der Stadt Rund 7000 Besucher: Jan Delay bringt den Funk auf die Cebit
Hannover Aus der Stadt Rund 7000 Besucher: Jan Delay bringt den Funk auf die Cebit
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00:36 16.06.2018
Jan Delay zieht das Publikum in seinen Bann. Quelle: Marleen Gaida
Hannover

„Endlich ist mal was los in Hannover. Und vor allem kostengünstig.“ Annette Werhahn (40) aus dem Zooviertel ist am Mittwochabend mit ihren Freundinnen für das Konzert von Jan Delay zum d!campus gekommen. Andrea Litterst (46) aus Langenhagen ergänzt: „Ich mag das internationale Flair hier!“ Das ist die neue Sommer-Cebit: Konzerte zu erschwinglichen Preisen und Festival-Atmosphäre inklusive. 15 Euro kostet das Ticket für die Auftritte internationaler Bands auf der Cebit. Ein Erfolg: Am Mittwochabend sind knapp 7000 Besucher auf das Messegelände gekommen.

Grandioser Höhepunkt: Über 7000 Zuschauer rocken auf der Cebit ab.

Hannover groovt mit dem Chef-Styler

„Bass, bass – wir brauchen Bass!“ Jan Delay und die Band Disko No. 1 verwandeln den d!campus in ein riesiges Meer aus wippenden Armen. „Soll ich mich erst mit dem Internet verbinden, oder haben wir schon eine Verbindung miteinander, Hannover?“, fragt der Hamburger mit Leoparden-Krawatte ins Publikum und bekommt prompt ein „Jaaa“ auf die Bühne als Antwort. "Ich erinnere mich noch gerne an die Zeiten auf der Cebit, als hier der heißeste Scheiß vorgestellt wurde, ein Anrufbeantworter“. Lässig, lässiger, Jan Delay. Und Coolness ist schließlich auch das, was die Cebit dringend brauchte und nun auch bekommt. Bei dem Song „Klar“ verfällt das Publikum – vom Anzugträger über den Soldaten bis zum Delay-Fan – in Kopfnicker-Pose. Obwohl, das Hip Hop-Kapitel hat Jan Delay alias Eizi Eiz eigentlich abgeschlossen. Jetzt macht er mit den Musikern von Disko No. 1 eher Big Band Sound mit Funk und Soul gemischt. Aber klar, die nasale Note in der Stimme ist noch da – Delays Markenzeichen. Und Hits von früher, als seine Fans noch kiffend in den Clubs dieser Republik hingen und sich zu den Reggea-Vibes des Alleskönner im Takt wiegten, hat er auch dabei.

Aber genau wie die Cebit nicht mehr Randgruppen bedienen will, hat auch Jan Delay schon lange den Schritt ins Kommerzielle gewagt und so sind Lieder wie "Ich will nicht, dass ihr meine Lieder singt" nur Reminiszenzen an alte Zeiten. Und Nenas Klassiker "Irgendwie, irgendwo und irgendwann" in einer in groovigen Reggae-Version bewegt die Masse an diesem Abend mit Leichtigkeit.

Am Donnerstag spielt "Digitalism" auf dem d!campus. Tickets kosten 15 Euro und gelten ab 17 Uhr als Eintrittskarte für die Messe.

Von Marleen Gaida

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