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Auf den Spuren von Manga-Fan Jamie-Lee

Japanisches Familienfest Auf den Spuren von Manga-Fan Jamie-Lee

Beim Familienfest im Landesmuseum lernen Kinder die japanische Kultur kennen. Das besondere Programm zieht rund 1400 Besucher an. Vielleicht liegt das Interesse auch am derzeit bekanntesten Manga-Fan Deutschlands: Der Sängerin Jamie-Lee Kriewitz.

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Knifflige Knicke: Shannon (links) und Lio probieren eine neue Art von Origami aus.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. Mit der japanischen Papierfaltkunst Origami kennt die achtjährige Shannon sich sehr gut aus. Schließlich kommt ihre Mutter Akiko Kootz aus dem fernen Land. „Ich habe schon mal einen Ball gefaltet und ganz viele andere Sachen“, erzählt Shannon. Dennoch gab es Sonntag im Landesmuseum selbst für so kundige Kinder wie Shannon und ihre Freundin Lio Tokuhashi noch Überraschungen. Beim Familienfest, das diesmal ganz im Zeichen Japans stand, lernen sie eine Art 3-D-Origami kennen, bei der viele mehrfach gefaltete Papierstückchen zu Figuren zusammengefügt werden. 60 Teile für ein kleines Küken, 330 für einen Kobold. Die Mädchen und auch ihre Mütter strahlen und falten begeistert Papier. „Für mich ist das auch neu“, bekennt Akiko Kootz. Das besondere Programm lockt Sonntag rund 1400 Besucher ins Museum.

Ganz im Zeichen japanischer Kunst und Popkultur stand das Hinamatsuri-Fest im Landesmuseum: Mädchen konnten Manga zeichnen, Origami und Kalligraphie ausprobieren, sich in asiatischen Brettspielen üben und Kimonos sowie Cosplay ausprobieren. Der Deutsch-Japanische Freundeskreis organisierte das Fest.

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Die vierjährige Emma und ihre Freundinnen stehen ganz im Bann von Patricia Renne, denn die 24-Jährige trägt ein langes Tüllkleid in zarten Türkistönen. Die Kinder verschwinden unter der ausladenden Schleppe wie unter einem Zelt und hüpfen. Patricia Renne lässt es freundlich geschehen. Mit ihrem feenhaften Outfit verkörpert sie „Elsa“ aus dem Film „Die Eiskönigin“. Die junge Frau gehört zur speziell in Japan beliebten Cosplay-Bewegung, deren Anhänger in die Rolle einer Comic- oder Filmfigur schlüpfen. Im Museum bastelt Renne mit weiteren Frauen vom Cosplayer Treff Hannover zarte Broschen namens Kanzashi für die kleinen Besucherinnen. Die Kinder dürfen die Blütenblätter aus Stoff legen, die Frauen nähen sie zusammen. „Diese Broschen gehören zur traditionellen Kleidung“, erläutert Renne, deren Gruppe unter dem Dach des Deutsch-Japanischen Freundschaftskreises Hannover-Hiroshima arbeitet. Der Verein hat gestern das Programm gestaltet, das an das japanische Mädchenfest Hina Matsuri anknüpft.

„Die Vielfalt der Aktionen gefällt mit sehr“, lobt Katja Baumann, die mit Tochter Emma und Freundinnen zum ersten Mal ins Landesmuseum gekommen ist. So zeigen die Künstlerinnen Alexandra Sokol-Dahms und Tina Kajander Kindern, wie sie eine typische Figur aus einem Manga, der japanischen Comic-Variante, zeichnen können. Und Etsuko Klemme beschriftet für Besucher Fächer mit wunderschönen japanischen Schriftzeichen. Die meisten tragen ihren Namen nach Hause. Die fünfjährige Lina wollte sich damit aber nicht begnügen. Auf ihrem Fächer steht nun „liebe Lina“, erklärt sie verschmitzt. „Das habe ich mir so gewünscht.“

Im März laufen im Landesmuseum Japan-Wochen mit Veranstaltungen wie Kimono-Show (13. März), Sushi-Kochkurs, Manga-Workshop sowie Vorträgen zu japanischem Essen, Popkultur und der gesellschaftlichen Entwicklung nach der Katastrophe in Fukushima.

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