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Aus der Stadt Auch Hannover ist Charlie
Hannover Aus der Stadt Auch Hannover ist Charlie
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16:48 11.01.2015
Hunderte Menschen haben in Hannover den Opfern der Terroranschläge in Frankreich gedacht. Quelle: von Ditfurth
Hannover

Zu der Kundgebung aufgerufen hatten mehrere deutsch-französische Vereine und Organisationen. Die Versammlung begann um 15 Uhr – zeitgleich mit dem Trauermarsch mit Hunderttausenden Teilnehmern in Paris.

„Das ist eine große Tragödie für die Betroffenen und die Angehörigen, aber auch für die gesamte Gesellschaft“, sagte Tom Simon Altenstädt, einer der Teilnehmer. Der 23-Jährige studiert eigentlich in Paris, absolviert aber gerade ein Praktikum bei der Organisation Antenne Métropole in Hannover, die zu der Kundgebung aufgerufen hatte. „Ich bin sehr betroffen und denke, dass es einen Wendepunkt der Geschichte darstellt“, sagte der Student.

Anteilnahme mit Bleistiften und Kerzen: Franzosen und Deutsche haben in Hannover der Opfer der Anschläge in Frankreich gedacht.

Die Deutsche Luisa Beckmeier kam gemeinsam mit ihrer französischen Freundin Stephanie Alliot, die seit sieben Jahren in Deutschland lebt, zu der Solidaritätskundgebung. „Wir sind hier, weil wir Anteilnahme zeigen wollen und weil uns die Pressefreiheit wichtig ist“, sagte die 24 Jahre alte Beckmeier.

 „Nous sommes tous Charlie“

Die Organisatoren hatten Schilder mit den Namen der Opfer im Kreis angeordnet und Kerzen dazugestellt. In der Mitte lag ein Plakat mit den Schlagworten der französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Viele Teilnehmer der Solidaritätskundgebung trugen Schilder mit den Worten „Nous sommes tous Charlie“ (Wir sind alle Charlie). Andere hielten Kugelschreiber oder Bleistifte als Zeichen der Pressefreiheit in die Höhe.

Viele Franzosen hätten den Wunsch, gemeinsam zu trauern, sagte Laure Dréano-Mayer von Antenne Métropole. „Viele sind sehr traurig und haben Angst, dass die Anschläge ausgenutzt und instrumentalisiert werden.“ Ganz bewusst hatten die Organisatoren auf Reden oder einen Demonstrationszug verzichtet. Viele Menschen trugen sich in ein Kondolenzbuch für die Opfer der Terroranschläge ein.

Von Sebastian Knoppik/dpa

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