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Jeder zweite Fünftklässler soll aufs Gymnasium

Anmeldungen 2014 Jeder zweite Fünftklässler soll aufs Gymnasium

Die Hälfte aller Grundschulabgänger in Hannover hat sich für das kommende Schuljahr an einem Gymnasium angemeldet. Damit entschieden sich anteilig ebenso viele Eltern und Kinder für das Gymnasium wie im vergangenen Jahr.

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Mehr Anmeldungen als Plätze: Die Elsa-Brändström-Schule.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Das geht aus den Zahlen für das Jahr 2014/2015 hervor, die die Stadt am Mittwoch bekannt gegeben hat. 38 Prozent aller Anmeldungen für das kommende Schuljahr entfallen auf die IGS, zwei Prozent weniger als 2013. Derweil stieg der Anteil der Anmeldungen auf der Real- (zehn Prozent) und Hauptschule (zwei Prozent) jeweils um einen Prozentpunkt an. „Der Trend des Anwahlverhaltens bestätigt sich“, sagte Hannovers Schuldezernentin Marlis Drevermann.

Insgesamt meldeten sich rund 4000 Schüler an weiterführenden Schulen an. Die genauen Zahlen konnte die Stadt am Mittwoch nicht nennen – ein Umstand, den CDU-Ratsfrau Stefanie Matz „höchst verwunderlich“ fand. Dabei erhielt nicht jeder Schüler einen Platz an der gewünschten Schule. Von den rund 2000 zukünftigen Gymnasiasten mussten 178 mit ihrem Zweit- oder Drittwunsch vorlieb nehmen. Speziell an den Gymnasien in der Südstadt war der Andrang groß. Offizielle Zahlen über die genaue Verteilung gibt es ebenfalls noch nicht. Bekannt ist aber bereits, dass die Elsa-Brändström-Schule zum neuen Schuljahr ausnahmsweise mit fünf statt wie sonst vier Klassen startet. Die Tellkampfschule hatte 144 Anmeldungen auf 90 Plätze, auch die Bismarckschule musste Schüler abweisen.

Ebenso wenig konnten die IGSen jeden Erstwunsch der angehenden Fünftklässler erfüllen. Bei 166 Schülern musste das Los entscheiden. 45 davon kamen letztlich an einer anderen IGS unter, die anderen 121 entschieden sich für einen Platz an Gymnasium, Real- oder Hauptschule. „Wir müssen klären, warum nicht jeder Schüler an der IGS einen Platz bekommen hat, obwohl der Anteil der Anmeldungen leicht zurückgegangen ist“, sagte Matz. „Dazu brauchen wir aber die absoluten Zahlen.“

Einen Anstieg verzeichnet die Stadt bei Schülern, die nach neun Schuljahren in Real- oder Hauptschule auf ein Gymnasium oder auf eine IGS wechseln wollen. 56 Schüler, die keinen Platz mehr an Oberstufen von IGSen fanden, entschieden sich für die Klasse 10 des Gymnasiums. Insgesamt werden 2545 Schüler diese sogenannte Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe besuchen.

Angesichts der Zahlen sind sich SPD und CDU im Rat einig, dass es in der Stadt ein neues Gymnasium geben muss. Zuvor müssten aber die vorhandenen Gymnasien ausgebaut werden. „Da geht es zunächst zum Beispiel um Goethe- und Lutherschule“, sagt Petra de Buhr (SPD). „Wenn die Eltern das Gymnasium wollen, müssen wir auch dafür sorgen, dass Plätze da sind.“ Die CDU hat bereits angesichts des entstehenden Wohngebiets in der Wasserstadt Limmer einen Antrag für ein Gymnasium „im Westen der Stadt“ eingereicht.

Gleichzeitig spricht sich de Buhr für einen Ausbau der IGSen aus - etwa für die Schaffung eines Oberstufenzentrums für die IGSen Büssingweg, List und Vahrenheide/Sahlkamp. Auch Matz sagt: „Wenn es den Bedarf für eine neue IGS gibt, müssen wir den erfüllen.“

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