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Jedes zehnte Kind bleibt ohne Wunschplatz

Schulwahl Jedes zehnte Kind bleibt ohne Wunschplatz

An Hannovers Gymnasien wird es eng. In diesem Jahr haben 256 von insgesamt 2135 angehenden Fünftklässlern keinen Platz an ihrer Wunschschule erhalten. Die meisten Schüler musste die Leibnizschule ablehnen: Hier gab es 76 Absagen, dicht gefolgt von der Schillerschule mit 72.

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Besonders beliebt: Die Leibnizschule.

Quelle: Ralf Decker

Hannover. Um möglichst viele Bewerberwünsche zu erfüllen, werden nach den Sommerferien in den neuen fünften Klassen an zwei Drittel der Schulen nicht mehr nur 30, sondern 31 Schüler sitzen. So sieht es zumindest nach Abschluss der Verteilerkonferenzen in dieser Woche aus.

Die Stadt wollte dies nicht kommentieren. Sprecher Andreas Möser verwies darauf, dass nach den Verteilerkonferenzen noch eine zweite Runde mit der Bearbeitung der dann noch einmal eingehenden Änderungs- und Tauschwünschen folge. Zum Teil gebe es auch noch Nachmeldungen von Eltern. Deshalb veröffentliche die Stadt auch in diesem Jahr keine vorläufigen Zahlen. Man müsse damit bis zur Vorlage der offiziellen Anmeldungsstatistik warten.

Laut Klassenbildungserlass des Landes ist es möglich, im Eingangsjahr die Schülerhöchstgrenze um ein Kind heraufzusetzen. So können bei 124 Anmeldungen vier Klassen mit jeweils 31 Schülern gebildet werden. „Die Klassenbildung obliegt den Schulleitern“, sagt ein Sprecher des Kultusministeriums.

Bei den Gymnasien haben in diesem Jahr 256 von insgesamt 2135 angehenden Fünftklässlern, also mehr als ein Zehntel, keinen Platz an ihrer Wunschschule erhalten. Die meisten Schüler musste die Leibnizschule ablehnen: Hier gab es 76 Absagen, dicht gefolgt von der Schillerschule mit 72. In der Südstadt waren wieder die Tellkampfschule (50 Ablehnungen) und die Bismarckschule (40) besonders nachgefragt. Im vergangenen Schuljahr hatte sich jedes zweite Kind an einem Gymnasium angemeldet. Für dieses Jahr dürften die Zahlen ähnlich liegen.

An die Gesamtschulen wechseln im nächsten Schuljahr 1672 Schüler. Insgesamt fanden 66 Schüler trotz Wunsch gar keinen IGS-Platz. Spitzenreiter bei den Anmeldungen bleibt die IGS List, dort mussten 61 Bewerber abgelehnt werden, an der IGS Linden 33, an der IGS Südstadt waren es 26, an der IGS Roderbruch 24 und an der IGS Büssingweg zehn. Die Aufnahmekapazität an den Gesamtschulen verringert sich zudem, weil Plätze für Flüchtlingskinder aus Sprachlernklassen freigehalten werden.

Kinder mit Förderbedarf werden vorrangig an den Gesamtschulen angemeldet, hier sind es stadtweit knapp 100, an den Gymnasien nur sieben. 94 Kinder wiederholen die 5. Klasse an den Gymnasien; an den Gesamtschulen, wo es prinzipiell kein Sitzenbleiben gibt, sind es nur neun.

Durch die rechtliche Aufwertung der Gesamtschulen haben nach Ansicht der Stadt alle Bewerber auch einen Anspruch auf einen IGS-Platz. Bislang liegen die Anmeldetermine für die Gesamtschulen vor denen an Schulen des gegliederten Systems, damit man sich bei einer Absage dort bewerben kann. Künftig wird es wohl ein zentrales Anmeldeverfahren für alle Schulen geben.

von Saskia Döhner

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