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Jeroschewski hört nach 48 Jahren Dienst auf

Personalratschef der Stadt Jeroschewski hört nach 48 Jahren Dienst auf

Hans-Jürgen Jeroschewski hört nach 48 Jahren Dienst im Rathaus auf. Am Montag wurde der bisherige Vorsitzende des Gesamtpersonalrats der Stadtverwaltung mit einer kleinen Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet.

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Oberbürgermeister Stefan Schostok (r.) schenkt Hans-Jürgen Jeroschewski und dessen Frau Kathrin ein Hannover-Bild.  

Quelle: Behrens

Hannover. Hans-Jürgen Jeroschewski ist nach den Lobreden sichtlich gerührt. Mit knappen Worten bedankt sich der bisherige Vorsitzende des Gesamtpersonalrats der Stadtverwaltung für die vielen Komplimente. Und er bedankt sich für die Unterstützung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Dabei erwähnt er auch das Team der Kantine und die für sein Büro zuständige Raumpflegerin. Dann wischt er sich eine Träne aus dem Auge.

Am Montag ist „Jero“, wie er in der ganzen Stadtverwaltung und auch von Oberbürgermeister Stefan Schostok genannt wird, mit einer kleinen Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet worden. 48 Jahre hatte der jetzt 64-Jährige bei der Stadt gearbeitet, 43 Jahre davon hatte er dem Personalrat angehört.

Aus Berlin war sogar extra Verdi-Chef Frank Bsirske zu der Feier angereist. Bsirske, ehemaliger Personaldezernent in der Stadtverwaltung, ist mit Jeroschewski befreundet. Der Verdi-Chef erinnerte daran, dass Jeroschewski in den Siebzigerjahren eine Zeit lang aus der Verdi-Vorgängerorganisation ÖTV ausgeschlossen war. Grund war ein inhaltlicher Streit, eine Kleinigkeit aus heutiger Sicht. „Das war ein Skandal“, sagte der Verdi-Chef. Wie beliebt „Jero“ schon damals war, zeigte die Personalratswahl nach dem Gewerkschaftsausschluss. Die Liste der ÖTV bekam keine einzige Stimme, stattdessen wählten fast alle Jeroschewskis Liste. „Jero ist ein Vorbild auch für mich“, betonte Bsirske, der ihn seit 42 Jahren kennt.

Jeroschewskis Nachfolgerin als Chefin des Gesamtpersonalrats, Karin Gödecke, bezeichnete ihren Vorgänger als „Besonders sympathisches Urgestein“. Sein größter „Schachzug“ in all den Jahren sei der hauseigene Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung gewesen, meinte Gödecke.

Verdi-Chef Frank Bsirske verabschiedet Personalraschef Hans-Jürgen Jeroschewski im Rathaus. Dabei war auch Frau Kathrin (links).

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Oberbürgermeister Stefan Schostok schenkte Jeroschewski zum Abschied ein Bild „Hannover in 3D“ und Stauden für den Garten in Bothfeld. In seiner Rede erinnerte der Oberbürgermeister an die ersten Jahre von Jeroschewski in der Stadtverwaltung. Der junge Mann aus Celle startete 1967 im Rathaus als Verwaltungslehrling. „Er muss einen hervorragenden Eindruck gemacht haben“, berichtete Schostok aus der Personalakte. Schon bald wurde er für den gehobenen Dienst vorgeschlagen, „weil er über den Durchschnitt der Verwaltungslehrlinge erheblich herausragte“, wie es in der Personalakte heißt. Schnell wurde er Beamter und arbeitete dann im Jugendamt.

Als Personalrat habe er sich mit allen vier Oberbürgermeistern angelegt, wenn es nötig war, berichtete Schostok. „Auch bei uns hat es mal gerumst.“ Dennoch hätten sich mit dem „lieben Jero“ immer gute Kompromisse finden lassen.

Jeroschewski will sich mit seiner Frau Kathrin, die er nach der Wende in Hannovers Partnerstadt Leipzig kennen gelernt hat, erst einmal auf den Seychellen entspannen. Dann will er aber wieder zupacken: Schon jetzt hat er angekündigt sich noch stärker als bisher bei der Stadtteilinitiative „Soziale Stadt“ im Sahlkamp engagieren zu wollen. Und Jeroschewski will auch weiter bei Verdi mitmischen.

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