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Aus der Stadt Jobcenter begleitet Bewerber zum Gespräch
Hannover Aus der Stadt Jobcenter begleitet Bewerber zum Gespräch
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18:49 24.02.2017
Aufgepasst: Mehr als 30 Bewerber hatten gestern die Chance auf einen Ausbildungsplatz in ihrem Traumberuf bei der Deutschen Bahn. Foto: Villegas Quelle: Villegas
Hannover

Damit auf dem Weg junger Menschen in eine passende Ausbildungsstelle nun wirklich nichts mehr schiefgehen kann, geht das Jobcenter Hannover neue Wege: Es hat seit einiger Zeit einen sogenannten Ausbildungsakquisiteur in seinen Reihen. Diese spezielle Art des Berufsberaters kümmert sich nicht nur im Vorfeld um die jungen Bewerber, sondern ruft für sie auch beim möglichen Ausbildungsbetrieb an, stellt sie vor - und kommt auch mit zum Bewerbungsgespräch.

Gestern etwa trafen sich 33 junge Menschen vor dem Gebäude der Deutschen Bahn an der Lindemannallee. „Ich habe lange nach einer passenden Ausbildung gesucht“, sagte Aylin Cakrak. Letztendlich entschied sich die 17-Jährige dazu, sich als Lokführerin zu bewerben. Kein alltäglicher Beruf.

In solchen Momenten kommt Ausbildungsakquisiteur Detlef Krüger ins Spiel. Haben Jugendliche oder junge Erwachsene Probleme, einen Ausbildungsplatz zu erhalten, kümmert er sich um die Suchenden, die vorab von den Berufsberatern vermittelt wurden. Zuerst gibt es ein intensives Gespräch mit den jungen Leuten. „Danach arbeiten wir die Unterlagen durch und bereiten sie mit Rollenspielen auf das Bewerbungsgespräch vor“, sagt Krüger.

Der Ablauf der Bewerbung ist viel schneller als üblich. Krüger fährt mit dem Kandidaten zur möglichen Ausbildungsstelle - mal mit einem, mal, wie gestern, mit 33. Die Bewerbungsunterlagen werden abgegeben, und das erste Gespräch folgt häufig noch vor Ort. Danach arbeiten die Bewerber ein paar Tage zur Probe. Bei Erfolg gibt es nach kurzer Zeit einen Vertrag.

Neben kleinen Betrieben suchen auch Großkonzerne wie die Deutsche Bahn händeringend nach qualifizierten Auszubildenden. „Es fehlt uns vor allem an passenden Kandidaten für Fahrdienstleiter“, erklärt Ausbildungsgesamtkoordinatorin Karin Malchau. Aber auch viele andere Berufe seien noch nicht besetzt.

Doch egal, ob es sich um den kleinen Handwerksbetrieb oder ein Großesunternehmen wie die Bahn handelt: „Die jungen Leute müssen wissen, was sie wollen und dementsprechend die passende Motivation haben“, sagt Detlef Krüger.

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