Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Jobcenter erhält mehr Personal und Geld
Hannover Aus der Stadt Jobcenter erhält mehr Personal und Geld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 19.10.2015
Von Bernd Haase
Das Jobcenter in Hannover erhält mehr Personal und Geld. Quelle: Symbolbild
Anzeige
Hannover

In Beratungsgesprächen hätten einzelne aus dieser Gruppe entsprechende Befürchtungen geäußert. „Das entspricht aber nicht der Faktenlage. Wir engagieren uns für alle hilfsbedürftigen Menschen“, sagt der Geschäftsführer. Um dies zu unterstreichen, werde an den Standorten eine Plakatkampagne unter dem Motto „Wir sagen ja zur Vielfalt“ gestartet.

Nach Lage der Dinge werden die Jobcenter die Auswirkungen der Flüchtlingswelle erst im kommenden Jahr in vollem Ausmaß spüren. Die Asylbewerber müssten zuerst Registrierungs- und Anerkennungsverfahren durchlaufen. „Wir treffen Vorbereitungen“, erklärt Stier. Dies bringe Herausforderungen mit sich, weil niemand wisse, wie viele Menschen zusätzlich kommen und welchen Bildungsstand und Sprachkenntnisse sie mitbringen. Im Jobcenter würden derzeit speziell auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge zugeschnittene Projekte entwickelt.

In welchem Umfang das Jobcenter zusätzliches Personal erhält, steht ebensowenig fest wie die Höhe zusätzlicher Finanzmittel. „Wir haben auf jeden Fall genug Geld, um unsere Leistungsberechtigten bei der Erwerbssuche zu unterstützen“, bekräftigt Stier. So seien in diesem Jahr 21,4 Millionen Euro höhere Summen für die berufliche Aus- und Weiterbildung vorgesehen als in den Vorjahren. Durch Teilnahme an Bundesprogrammen wie etwa demjenigen mit dem Titel „Soziale Teilhabe“ zur Begleitung von Langzeitarbeitslosen stünden in den kommenden Jahren zusätzliche 22,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Hilfe für Langzeitarbeitslose ist zuletzt stark in den Fokus der Aktivitäten gerückt. Im Frühjahr hatten das Jobcenter sowie seine Träger Region Hannover und Arbeitsagentur eine Zielvereinbarung getroffen. Sie besagt, dass im laufenden Jahr 18 400 Männer, Frauen und Jugendliche mit einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz in Lohn und Brot gebracht werden sollen. Insgesamt bekommen in der Region Hannover derzeit rund 120.000 Menschen Unterstützung durch das Jobcenter. Etwa 83 000 von ihnen gelten als erwerbsfähig. Nicht alle sind arbeitslos, häufig reicht aber das Einkommen nicht zum Leben, so dass der Betrag aufgestockt werden muss.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Aus der Stadt Betriebsausschuss für Stadtentwässerung - Abwassergebühr bleibt stabil

Die Hannoveraner müssen in den kommenden gut zwei Jahren keine Gebührenerhöhung fürs Abwasser befüchten. Der Betriebsausschuss für Stadtentwässerung hat am Donnerstag einstimmig beschlossen, dass die Preise für die Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser bis einschließlich 2018 stabil bleiben.

Andreas Schinkel 19.10.2015

Nach dem Brandbrief den Betriebsräte hannoverscher Kliniken an den Bund geschrieben haben, relativiert die MHH die Vorwürfe der Gewerkschafter. Der Einsatz von Leiharbeitern als Krankenschwestern und Pfleger in der MHH halte sich in Grenzen.

Mathias Klein 19.10.2015

Die Nachrichten aus Hannover und Niedersachsen auf einen Blick: Mit „HAZ live“ lesen Sie jeden Tag ab 6 Uhr alles Wichtige im Newsticker. Heute: Flüchtlinge in Niedersachsen werden nun direkt auf die Kommunen verteilt, Niedersachsens Arbeitgeberverbände präsentieren ihre Konjunkturumfrage und Freundinnen-Tag auf der Infa.

16.10.2015
Anzeige