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Aus der Stadt Jürgen Seja leitet die Bahlsen-Stiftung
Hannover Aus der Stadt Jürgen Seja leitet die Bahlsen-Stiftung
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18:18 01.12.2017
Wechsel in der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung: Prof. Burkhard Huch (li.) übergibt nach 35-jähriger Vorstandstätigkeit den Vorstandsvorsitz an Jürgen Seja, Sabine Schopp ist schon seit fünf Jahren geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Quelle: Christian Behrens
Hannover

„Es hat mir sehr großen Spaß gemacht, aber man soll gehen, bevor man irgendwann merkt, dass der Kopf wackelt“, sagt Prof. Burkhard Huch. Seit 35 Jahren ist er Vorstandsmitglied der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, hat die Organisation mit Keksfabrikant Klaus Bahlsen bis zu dessen Tod 1991 aufgebaut und leitet sie als Vorstandschef seit 1992. Etwa 18 Millionen Euro durfte hat die Stiftung für kulturelle, medizinische und soziale Zwecke im Raum Hannover gegeben, landesweit erhielten Projekte 26 Millionen Euro. Im August wurde Huch 75, an diesem Freitag bestimmte der Vorstand seinen Nachfolger.

Jürgen Seja, früher Finanzvorstand der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe und seit gut drei Jahren Vorstandsmitglied der Bahlsen-Stiftung, darf jetzt das Geld wohltätig verteilen, das das kinderlose Bahlsen-Paar in die Stiftung investiert und das sich unter Huchs Ägide fast verdoppelt hat. Etwa 100 Millionen Euro sind es mittlerweile. Dem neuen Vorstandschef Seja stehen fünf weitere Vorstandsmitglieder zur Seite, darunter als geschäftsführender Vorstand Sabine Schopp, die seit fünf Jahren die operativen Geschäfte der Stiftung managt. Neu im Vorstand ist Dieter Lehmann von der Volkswagenstiftung.

Huch betont nicht ohne Stolz, dass die Bahlsen-Stiftung nur zehn Prozent der Stiftungsausgaben verschlingt – ein ungewöhnlich niedriger Wert.

Seja und Schopp versprachen am Freitag, dass es unter ihrer Leitung keine radikalen Änderungen geben werde. Das Geld seingut in Immobilien und Aktien angelegt, die Stiftungszwecke sind vom Gründer definiert. Es gebe aber Pläne, das Klaus-Bahlsen-Pflegeheim in Bothfeld von zwei auf drei Etagen aufzustocken. Und mit der MHH sei ein Forschungsprojekt über 280 000 Euro geplant zu Naturheil-Medizin, langfristig könne daraus ein Zentrum für Komplementärmedizin erwachsen. „Und alle anderen Projekte laufen weiter“, sagt Seja. Eine gute Nachricht für Hannover.

Von Conrad von Meding

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