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Aus der Stadt Jugendämter müssen häufiger einschreiten
Hannover Aus der Stadt Jugendämter müssen häufiger einschreiten
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00:18 11.10.2015
Von Jutta Rinas
Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Das geht aus einem Bericht der Krisen- und Notdienste des Fachbereichs Jugend hervor, der am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss der Region vorgestellt wurde.

Die Spannweite der Fälle ist allerdings sehr groß. So sind die meisten der betroffenen Jugendlichen dem Bericht zufolge zwölf Jahre und älter. Zugrunde liegt bei ihrer Inobhutnahme häufig eine eskalierte Auseinandersetzung zwischen ihnen und ihren Eltern um Ausgehzeiten, Medien- und Computernutzung, die in heftigen verbalen oder sogar körperliche Attacken mündet. In solchen Fällen meldeten sich mehr Jugendliche als früher bei der Polizei oder beim Jugendamt und suchten Hilfe.

Auch mehr Erwachsene suchten auf diesem Weg Unterstützung in Konflikten mit pubertierenden Jugendlichen, hieß es gestern vonseiten der Regionsverwaltung. In 36 Prozent aller Fälle war die Inobhutnahme nach 1 bis 7 Tagen wieder beendet. In 11 Prozent allerdings waren die Kinder jünger als sechs Jahre. Dort sind die Gründe wesentlich schwerwiegender: Kinder werden wegen Mangelversorgung oder Gefährdung durch das Verhalten der Eltern aus ihrer gewohnten Umgebung herausgenommen.

Die größte Steigerung verzeichnet der Verwaltungsbericht bei Minderjährigen mit Migrationshintergrund. Darunter sind auch minderjährige Flüchtlinge. Deren Schicksal ist oft dramatisch: So wurde im September 2015 ein 17-Jähriger aus dem Nordirak in Obhut genommen, dessen Heimatdorf von der IS-Miliz angegriffen worden war. Er floh zu Fuß über die türkische Grenze und kam einen Monat später schwer traumatisiert in der Region Hannover an.

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