Es wurde 1637 zunächst als Fachwerkbau auf dem Grundriss eines früheren Klosters errichtet und dann von den Welfenherrschern mehrfach erweitert und umgebaut. Als Hannover nach dem Wiener Kongress im Jahr 1814 Königreich wurde, musste das Schloss repräsentativer werden. Verantwortlich dafür war Hofbaumeister Georg Ludwig Laves, der dem Bauwerk das klassizistische Antlitz gab. Im Juli 1943 brannte das Leineschloss bei einem Luftangriff bis auf die Außenmauern aus und blieb 14 Jahre lang eine Ruine. 1956 beschloss der niedersächsische Landtag den Wiederaufbau, der ein Jahr später nach Plänen des Architekten Dieter Oesterlen begann und fünf Jahre dauerte. Oesterlens Verdienst war es, das Schloss weitgehend original wieder aufzubauen, ihm aber östlich den neuen Plenarsaal anzugliedern. Der Saalbau gilt als beispielhafte Architektur für die junge Demokratie, sein Abriss ist umstritten.
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