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Nur wenige tanzen gegen das Tanzverbot

Protest gegen stille Feiertage Nur wenige tanzen gegen das Tanzverbot

Jusos, Junge Liberale und die Grüne Jugend haben an Gründonnerstag in Hannover gegen das Tanzverbot vor Ostern demonstriert. Mit einem lauten Musikzug und "rhythmischen Bewegungen" zogen sie am frühen Abend durch die Innenstadt. Es waren allerdings deutlich weniger Teilnehmer als erwartet.

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In der Innenstadt von Hannover protestieren Jusos, Junge Liberale und die Grüne Jugend gegen das Tanzverbot vor Ostern.

Quelle: Peer Hellerling

Hannover. Der Zug am Donnerstagabend vom Hauptbahnhof am Landtag vorbei bis hin zur Glocksee bestand aus etwa 50 Teilnehmern. Unter dem Motto "Tanzen gegen Tanzverbote" hatten die Organisatoren mit 300 Teilnehmern gerechnet.

Mit einem lauten Musikzug und "rhythmischen Bewegungen" zogen die Demonstranten durch die Innenstadt.

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Mit lauter Musik und "rhythmischen Bewegungen" - Tanzen ist von Gründonnerstag bis Karsonnabend verboten - protestierten sie gegen die aus ihrer Sicht überholte Regelung. "Diese Einschränkung der persönlichen Freiheit gehört abgeschafft", sagte Paula Rahaus von der Grünen Jugend Niedersachsen. Das Tanzverbot sei dem 21. Jahrhundert nicht mehr angemessen.

Während des Protestmarsches gab es strenge Auflagen der Stadt. So durften die Demonstranten nur 15 Minuten am Stück laute Musik abspielen, danach musste es für fünf Minuten ruhig sein. Erst dann drufte es mit Liedern weitergehen. Außerdem waren nur maximal 90 Dezibel erlaubt. Am Landtag und an der Glocksee hielten die Protestler Kundgebungen ab. Es war die erste Demo ihrer Art der Jugendorganisationen der Rats-Ampel.

"Das Tanzverbot ist absurd", sagte Benjamin Reetz von den Jungen Liberalen. Jetzt, da inzwischen nicht mehr die Mehrheit in den großen Kirchen sei, "ist das Verbot überholt". Reetz plädierte für einen modernen Kompromiss: Wie zum Beispiel an Sonntagen könnte auch an den stillen Feiertagen zwischen 7 und 11 Uhr ein Tanzverbot herrschen.

Die Junge Union hingegen, die sich am Marsch nicht beteiligt, bezeichnete die Aktion als "heuchlerisch". Laut Vorsitzendem Arthur Lechtchyner könne man auf der einen Seite nicht von den Vorteilen der Feiertage profitieren, "die Eigenschaften dieser aber nicht akzeptieren". Das gesetzliche Tanzverbot gelte es zu respektieren.

Von Peer Hellerling

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