Zwar ist Margot Käßmann noch bis Mitte April beurlaubt, doch fragen sich viele innerhalb der Landeskirche, wie es für sie weitergehen könnte. Offiziell heißt es nur, dass Käßmann noch keinem „Arbeitsgebiet“ zugeordnet sei, doch hinter den Kulissen zeichnen sich mehrere Optionen ab.
Ein Ruf nach Paris hat Margot Käßmann schon ereilt. Die dort ansässige evangelisch-deutsche Gemeinde hat nach Informationen dieser Zeitung in Hannover angefragt, ob Käßmann Interesse hätte, als Pastorin in der französischen Metropole zu arbeiten. So ganz abwegig ist dieser Gedanke nicht, denn vor einigen Jahren hatte Käßmann zugegeben, dass sie die Seelsorge an der Seine reizen würde – wenn sie denn von anderen Ämtern entbunden wäre.
Vor drei Jahren stattete Käßmann der Pariser Christuskirche sogar einen Besuch ab. Da scheint es wie ein Wink des Schicksals, dass im Jahr 2011 just eine Pastorenstelle in Paris frei wird. „Frau Käßmann muss natürlich selbst entscheiden, ob sie sich bewirbt“, sagt die derzeitige Pastorin der Pariser Christuskirche, Claudia Weik-Schaefer. Sie will die Anfrage aus ihrer Gemeinde weder bestätigen noch dementieren, gibt aber zu bedenken, dass auf die ehemalige Landesbischöfin sehr bodenständige Aufgaben warten würden. Paris, so sagt Weik-Schaefer, das klinge zunächst natürlich charmant, aber die Arbeit gleiche der in anderen deutschen Gemeinden: jeden Sonntag auf die Kanzel, Seelsorge für die 850 Mitglieder der Gemeinde und bei Bedarf auch hausmeisterliche Tätigkeiten in der Kirche.
Käßmann selbst hat nach ihrem Rücktritt als Vorsitzende der EKD angedeutet, dass sie sich nach all dem Wirbel durchaus eine einfache Arbeit als Pastorin vorstellen könne. Dabei dachte sie vor allem an Gemeinden im Bereich der hannoverschen Landeskirche. Ob aber eine Frau, die sich mit Leidenschaft in öffentliche Debatten einmischte, tatsächlich zur Basis zurückkehrt, können sich viele nicht vorstellen, die Käßmann näher kennen. Sie selbst wollte sich dazu am Freitag nicht äußern.
Ein Vertreter aus den internen Zirkeln der EKD glaubt eher, dass Margot Käßmann am Ende eine Art „funktionales Amt“ innerhalb der Landeskirche bekommen wird. Dann könne sie mit neuen Aufgaben betraut werden, bei denen ihre Popularität und ihr Gespür für öffentlichkeitswirksame Auftritte von Nutzen sein können.
Andreas Schinkel
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Kommentare
Fr. Käßmann Pt. Gilbert – 27.07.10
Pasque ´le zieht für eine Zeit in ein südfranz. Kloster und sie keltert köstlichen Apfelsaft und spannt einemal aus. Das gönne ich Ihr. Mon dieux.Gas gerhard Christoph Martin – 10.04.10
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Diese unbewiesene Tatsachenbehauptung wird immerhin von mehreren Personen eidesstattlich versichert - wenn Sie recherchieren könnten und nicht parteiisch wären...Ach Hannoveraner – 08.04.10
[... Unbelegte Tatsachenbehauptung von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen ... ]Job für die arme Frau Haralg Herg – 05.04.10
Also das wußte ich nicht, dass die Frau einen Job sucht. Ich meinte gelesen zu haben, dass die für Gott weiterarbeitet. Seisdrum. Da Sie ja nur besoffen gefahren ist, aber nichts gestohlen hat, würde ich ihr gerne einen Job als Haushälterin anbieten. Einfach hier in den Kommentaren antworten, bei Interesse.Problem verlagert Hans Haberecht – 04.04.10
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Tja, die da oben können Gesetze brechen, wie sie wollen, sie fallen stets nach oben. Irgendeine Hand schützt sie immer, und sie müssen sich nie wirklich verantworten.Wir hier unten werden wegen Pfandbons oder Maultaschen gefeuert, stigmatisiert, unser Leben ist nach der kleinsten Verfehlung zerstört.
Ob Martin Luther das gewollt hätte, als er seine 95 Thesen anschlug? Wohl kaum.
Zensur Franzose – 04.04.10
Es wäre überaus wünschenswert, wenn die hier praktizierte strenge (und für mich teilweise nicht nachvollziehbare) Zensur auch auf die in der HAZ veröffentlichten Kommentare (insbesondere 1. und 2. Seite des Hauptteils) angewandt werden würde. Dann würde der Leser nämlich häufiger vor oberflächlichen, einseitigen und falschen Behauptungen geschützt.Aber bestimmt wird das hier auch wieder wegzensiert, denn die Kritikfähigkeit der HAZ ist erfahrungsgemäß nicht sonderlich ausgeprägt.
gute Idee ? Karl Wilhelm – 04.04.10
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wenn es wahr sein sollte, daß der Beifahrer Gas Gerhard war, ist das Angebot nur allzu verständlich@H.Busch Mein Gott! – 03.04.10
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Es wäre schade wenn Sie dorthin auswandern würde. Sie sollte hierbleiben und sich ganz vehementfür Frieden, recht auf Asyl, Bürgerrechte, Gemeinwohl etc. in hoher Position einsetzen. Das ist und bleibt meine ehrliche Meinung !
Auf auf nach Paris Tobias – 03.04.10
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Ja, Sie haben recht. Ich ziehe daher die Konsequenzen und trete aus der Kirche aus. Basta.Kopfschütteln Max – 03.04.10
Natürlich hat Frau K. einen persönlichen Fehler gemacht, den sie sicherlich bereut. Ihre Verdienste kann man einschätzen wie man will, aber ein 'Netzwerk' hilft natürlich dabei wenn es weitergehen soll. Das zu nutzen würde jeder andere auch tun.....Sich hier von Kleingeistern, Neidern, Missgönnern und Wichtigtuern beliedigen zu lassen hat sie nicht verdient.
EX Bischöfin H. Busch – 03.04.10
Es ist erstaunlich was für tolle Angebote Fr. Käßmann bekommt. Mit einem Dienstwagen ( Kirchenmitglieder bez.) fährt Sie Sturztrunken vom ...Steintor!! nach Hause und wird beim Überfahren einer rotgesch. Ampel erwischt. Sie surft trotzdem auf ihrer Erfolgswelle weiter. Eine kleine Angestellte dagegen, die einige Monate arbeitslos war und in einen nicht ihrer Ausbildung entsprechende Tätigkeit wechselt, bekommt im Ausbildungsberuf keine Tätigkeit mehr. (Das tut man nicht)Was ist das für ein Staat ? Die dort oben können tun was Sie wollen und fallen immer ins Weiche und die Kleinen liegen auf der Straße; nichtwahr Hr. Hartz 4. und Hr. G. Schr....
Kontrollen Franzose – 03.04.10
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Steinhöfel braucht nur neue Medienpräsenz. Es war lange sehr ruhig um ihn.Die Kirche sollte Frau Käßmann mittelfristig neue Chance in herausgehobener Verantwortung geben Jensi – 03.04.10
Die Evangelische Kirche sollte auf eine solche herausragende Persönlichkeit mittelfristig wieder in herausgehobener Verantwortung nicht verzichten. Derzeit sollte Frau Käßmann unter Abwägung aller Umstände in Ruhe entscheiden, welches der sicher zahlreichen Angebote für ihr kurzfristiges Wirken sie bis dahin annimmt.Ich mag es nicht glauben! sapmi – 03.04.10
[Die Internetadresse wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.]Unglaublich, was dort behauptet wird, ich traute meinen Augen nicht. Gut, wir werden es erfahren, denn diese Sache wird sicher von einem Gericht zu klären sein.
Übrigens, der Vergleich mit Rössler ist nun wirklich total daneben, denn bei diesem jungen Mann war der Wechsel nach Berlin ein Karrieresprung.
zweierlei Maß? GmbH – 03.04.10
während hierzulande wegen ein paar Cents Fehlverhaltens an der Kasse - sozusagen Hatz4 Karieren kreiert werden, - ist für Angehörige des Klerus gesorgt!Ablenkung? Gerücht – 03.04.10
In Bezug auf Frau Käßmann gibt es seit dem 28.03.2010 Gerüchte und sogar Abmahnungen. Was wird nun aus der Abmahnung gegen Rechtsanwalt Steinhöfel? - Steinhoefel/Blogohne fehler ? kk – 03.04.10
wer ohne fehl und tadel ist, hebe den ersten finger..... jede/r hat eine 2te chance verdientParis ! Ichwillmit – 03.04.10
Margot, nimm mich mit nach Paris !Bitte, lass mich dein Küster sein !
Na ja H91 – 03.04.10
Immerhin käme sie dann aus Hanover weg. Wer würde so eine Chance nicht nutzen ? Hat der Rösler ja kürzlich auch so gemacht.EKD Paris H. – 03.04.10
Soll da jemand abgeschoben werden?Paris E.V. – 03.04.10
Käßmann im Exil in einer 850 Seelengemeinde, unvorstellbar. Blödsinn hoch 3, oder verspäteter Aprilscherz.Das passt Rubber Duck – 02.04.10
in Frankreich scheinen besoffene Priester ja an der Tagesordnung zu sein.