Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Käßmann muss ein Monatsgehalt Strafe zahlen
Hannover Aus der Stadt Käßmann muss ein Monatsgehalt Strafe zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:56 25.03.2010
Margot Käßmann muss nach ihrer Trunkenheitsfahrt ein Monatsgehalt Strafe zahlen und für mindestens zehn Monate den Führerschein abgeben. Quelle: dpa

Einen Monat nach ihrem Rücktritt stehen für Margot Käßmann die juristischen Folgen ihrer Trunkenheitsfahrt fest. Die ehemalige Bischöfin von Hannover und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) muss rund 8000 Euro Strafe zahlen und für mindestens zehn Monate auf ihren Führerschein verzichten. Die 51-Jährige habe einem Strafbefehl des Amtsgerichts Hannover in Höhe eines Monatsgehalts und dem Führerscheinentzug zugestimmt, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Sie bestätigte damit Informationen der „Bild-Zeitung“.

Der renommierten Theologin bleibt ein Auftritt vor Gericht somit erspart. Sie war am 24. Februar von ihren Ämtern zurückgetreten, weil sie nach dem Überfahren einer roten Ampel mit 1,54 Promille am Steuer ihres Dienstwagens gestoppt worden war. Zu den Umständen der privaten Fahrt im Zentrum von Hannover hatte Käßmann sich nicht geäußert. Das Strafmaß liegt im üblichen Rahmen bei Fällen, in denen Menschen erstmals entsprechend alkoholisiert am Steuer auffallen. „Ich bin über mich selbst erschrocken, dass ich einen so schlimmen Fehler gemacht habe“, hatte Käßmann erklärt. Sie „bedauere das zutiefst“.

Unterdessen zeichnet sich für die Theologin ein schnelles Comeback ab. Auf dem Ökumenischen Kirchentag Mitte Mai in München wird Käßmann einen Hauptvortrag halten und unter anderem eine Bibelarbeit gestalten. Käßmann will einen großen Teil der ursprünglich vierzehn im Programm angekündigten Veranstaltungen wahrnehmen. Sie hatte sich zunächst eine Auszeit genommen und ist bislang nicht mehr öffentlich aufgetreten. Auch innerhalb der evangelischen Kirche gibt es den Wunsch, Käßmann in Zukunft wieder ein wichtige Rolle zu geben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach einem Alkoholexzess ist eine 13-Jährige aus Misburg außer Lebensgefahr. Dem Mädchen gehe es inzwischen besser, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Die Schülerin hatte am Mittwoch mit einer gleichaltrigen Freundin hochprozentigen Alkohol getrunken.

25.03.2010

Die neu entfachte Debatte um die Umweltzone zieht weitere Kreise. Die Grünen im Rat der Stadt befürchten nun eine „Aushöhlung der Umweltzone“ und fordern, dass Politessen auch in privat betriebenen Parkhäusern Fahrzeuge kontrollieren dürfen.

Andreas Schinkel 24.03.2010

Erstmals hat am Mittwoch der Investor des Kröpcke-Centers die deutlichen Zeitverzögerungen am 200 Millionen Euro teuren Bauprojekt in der Innenstadt bestätigt. Die Baustelle befindet sich demnach um mehr als fünf Monate im Verzug. Zu den Ursachen der Probleme gibt es weiterhin keine Angaben.

Conrad von Meding 24.03.2010