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Kaiser-Center kündigt allen Mitarbeitern

Sportcenter in Linden-Süd Kaiser-Center kündigt allen Mitarbeitern

Das Kaiser-Center am Fischerhof in Linden-Süd steht offenbar vor der Schließung. Allen Mitarbeitern ist zum Monatsende gekündigt worden, das Unternehmen soll offenbar an die Baufirma Gundlach  verkauft werden. Das Sportcenter ist eines der ältesten und bekanntesten in Hannover.

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Bald Vergangenheit? Mehrere Sportvereine, die das Kaiser-Centers nutzen, sind in großer Sorge um ihre Trainingsplätze. 

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Etliche Freizeitsportler in Hannover fürchten um ihre Trainings- und Spielmöglichkeit: Das Kaiser-Center am Fischerhof in Linden-Süd steht offenbar vor der Schließung. Das Sportcenter, eines der ältesten und bekanntesten in Hannover, soll an die Baufirma Gundlach verkauft werden. Nach HAZ-Informationen ist den Mitarbeitern des Sportcenters zum Monatsende ohne Angabe von Gründen gekündigt worden.

Was Gundlach mit dem Sportcenter genau vorhat, weiß das Bauunternehmen nach Angaben von Geschäftsführer Lorenz Hansen selbst noch nicht. „Wir arbeiten derzeit an Konzepten“, sagt er. Mehrere Varianten würden geprüft. Zu Details wollte sich Hansen nicht äußern. Es gilt allerdings als eher unwahrscheinlich, dass dort auch in Zukunft noch Squash, Tennis oder Badminton gespielt werden kann. „Wir sind bei diesen Dingen in der Prüfung“, deutet Hansen nur an. Fest stehe aber, dass das Training im Fitnesscenter nach wie vor dort möglich sein solle. Vorstellbar sei an dem Ort vieles, sagt Hansen. Das Sportcenter befinde sich in einer „super Lage“. Der Bebauungsplan sieht dort eine Gewerbefläche vor. Nach Informationen der HAZ will der Inhaber des Sportcenters, Horst Plätzer, aus Altersgründen nicht mehr weitermachen. Er war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

30 Mitarbeiter betroffen

Von der plötzlichen Kündigung sind nach Angaben von Mitarbeitern rund 30 Frauen und Männer betroffen. Die Verunsicherung ist sehr groß, am Dienstag wollte niemand mit der HAZ reden. „Ich darf dazu nichts sagen“, hieß es immer wieder. Einen Betriebsrat oder eine Mitarbeitervertretung gibt es im Kaiser-Center nicht.

Ein Verein, der in dem Gebäude Squashplätze gemietet hat, fürchtet den Abriss des Gebäudes und den Bau eines Bürohauses an dieser Stelle. „Warum sollte man sonst den Mitarbeitern kündigen?“, fragt ein Vereinsmitglied, das seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Er sorge sich um die Zukunft seiner Lieblingssportart in Hannover: „Wo sollen wir dann spielen?“ In Hannover gebe es kaum noch andere Möglichkeiten zum Squashtraining. Die beiden Squashvereine, die im Kaiser-Center üben und auch ihre Punktspiele austragen, schließen nach eigenen Angaben jeweils eine Art Halbjahresvertrag mit dem Betreiber ab. Die derzeit gültigen Verträge laufen noch bis Ende Juni. Betroffen von einer Schließung wären unter anderem auch zahlreiche private Kegelvereine.

Gerüchte gibt es schon länger

„Es herrscht hier ein Klima der Angst“, erklärte am Dienstag ein Insider. Einige der Mitarbeiter hätten schon begonnen, sich einen neuen Job zu suchen. Besucher des Sport-Centers berichten, dass es schon seit Längerem Gerüchte um die Zukunft des Gebäudes gebe. Unter anderem sei immer wieder vom Bau eines Einkaufsmarktes die Rede gewesen.

Im Kaiser-Center gibt es außer dem Fitnessbereich zehn Squash-Courts, zwölf Badmintonplätze, fünf Tennisplätze sowie sechs Doppelkegelbahnen. Außerdem gehören eine Saunalandschaft mit sieben Saunen sowie ein Restaurant zum Betrieb.

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Sportcenter in Linden-Süd
Foto: Die Baufirma Gundlach will das Grundstück kaufen. Was das Unternehmen mit dem Gebäude und dem Gelände vorhat, ist noch unklar.

Der Betreiber des Kaiser-Centers will aus Altersgründen aufgeben – ob daher auch eines der ältesten Sportcenter in Hannover schließen wird, ist unklar. Angeblich sollen den gekündigten Mitarbeitern neue Verträge angeboten werden. Hinter den Kulissen wird offenbar verhandelt, wie es weitergehen soll.

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