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Aus der Stadt Diese Hannoveraner wollen in den Bundestag
Hannover Aus der Stadt Diese Hannoveraner wollen in den Bundestag
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00:15 01.11.2016
Von Andreas Schinkel
Das Reichstagsgebäude in Berlin. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Das Ringen um die besten Plätze auf den Landeslisten ist jetzt eröffnet – für die meisten Bewerber liegt darin die einzige Chance, ein Mandat zu gewinnen. Den direkten Einzug in den Bundestag schaffen im Grunde nur die Kandidaten der großen Parteien, SPD und CDU. Wen eine Partei als Bewerber für ein Bundestagsmandat aufstellt, ist immer auch ein Hinweis darauf, wer als politisches Talent gilt und aufgebaut werden soll – unabhängig von den Chancen auf ein Ticket nach Berlin. Vor diesem Hintergrund sind die Bewerbungen mancher Parteigetreuen durchaus überraschend.

CDU: Der 74-jährige Bundestagsabgeordnete Wilfried Lorenz scheint Gefallen an der großen Politik gefunden zu haben und will noch einmal kandidieren. In seiner Partei gefällt das nicht jedem. Viele Christdemokraten würden lieber den 29-jährigen Ratsherrn und stellvertretenden Parteichef Maximilian Oppelt nach Berlin schicken. Beim Parteitag im Januar wird es voraussichtlich auf eine Kampfkandidatur zwischen den beiden Bewerbern hinauslaufen. „Das ist ein ganz normaler demokratischer Vorgang“, sagt Lorenz. Im Wahlkreis Hannover-Süd steht Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen unangefochten an der Spitze.

SPD: Bei den hannoverschen Sozialdemokraten wird es spannend. Die erfahrene Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn, 65 Jahre alt, will nach einigem Zögern nicht wieder kandidieren. „Nach 30 Jahren will ich den Staffelstab an einen Jüngeren übergeben“, sagt sie. Wer das sein kann, ist noch nicht abzusehen. Aus der Ratspolitik ist zu hören, dass sich SPD-Fraktionschefin Christine Kastning seit Langem für Bulmahns Platz interessiert. Bulmahn war Ministerin im Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder (SPD), derzeit ist sie Vizepräsidentin des Bundestags. Im zweiten hannoverschen Wahlkreis will sich die Bundestagsabgeordnete Kerstin Tack, 47, erneut bewerben. Die studierte Sozialpädagogin errang 2013 das Direktmandat in ihrem Wahlkreis. Im Umland hat Matthias Miersch, 47, angekündigt, für eine vierte Amtszeit im Bundestag bereitzustehen. In der SPD erwartet man, dass sich auch die Abgeordnete Caren Marks erneut bewerben wird.

FDP: Für die Liberalen will die 66-jährige Claudia Winterstein ihren Hut in den Ring werfen. Die promovierte Erziehungswissenschaftlerin hat bereits drei Legislaturperioden im Bundestag verbracht. Zur Wahl 2013 trat sie nicht mehr an, und viele in der Partei dachten, dass sie sich nun von der Politik zurückzieht. Auch gab sie ihren Parteivorsitz in Hannover ab. Jetzt meldet sich Winterstein zurück: „Es ist gut für die FDP, wenn eine Frau mit Erfahrung auf der Kandidatenliste steht“, sagt sie im Gespräch mit der HAZ. Die übrigen Bewerber aus Niedersachsen seien junge Männer zwischen 28 und 42 Jahren, die noch nie im Bundestag gesessen hätten, argumentiert Winterstein. In der Partei haben eigentlich viele damit gerechnet, dass der frühere FDP-Generalsekretär Patrick Döring, frisch gewählter Ratsherr und Parteichef, für den Bundestag kandidiert. Offenbar hat der 43-Jährige sich noch nicht entschieden.

Grüne: Die Grünen bestimmen am kommenden Dienstag ihre Direktkandidaten für die beiden hannoverschen Wahlkreise. Zur Wahl stehen der Bundestagsabgeordnete Sven Christian Kindler und Politik-Neuling Swantje Michaelsen. Die 37-Jährige ist frisch in den Bezirksrat Vahrenwald-List gewählt worden. Gegenkandidaten sind nicht bekannt. Haushaltsexperte Kindler, 31, dürfte einen guten Platz auf der Landesliste bekommen und hat dadurch Chancen, wieder in den Bundestag einzuziehen.

Linke: Welche Politiker die Linken aus ihren Reihen nach Berlin schicken, ist noch unklar. Dem Vernehmen nach scheint zumindest der 66-jährige Diether Dehm gesetzt zu sein. Dehm gehört dem Bundestag seit vielen Jahren an. Er gilt als der wichtigste Strippenzieher bei den hannoverschen Linken.

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